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Full text : Jahresbericht 1948

Jahresbericht

Nr.  3/1948

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A.  Einleitung
Die  für  das  Deutsche  Hydrographische  Institut  bedeutsamsten  Ereignisse
des  Jahres  1948  bestanden  in  einer  Verbesserung  seiner  dienstlichen  Unterkünfte ­
  durch  Zuweisung  des  bisherigen  NaDij-House  und  in  der  Übernahme
des  Instituts  in  die  Verwaltung  des  Vereinigten  Wirtschaftsgebietes.
Mit  dem  Einzug  in  das  Seemannshaus,  das  zum  1.  3.  1948  von  der
Besatzungsmacht  und  der  Minenräumdienstleitung  freigegeben  und  bis  auf
das  zweite  Stockwerk  dem  Deutschen  Hydrographischen  Institut  zugesprochen
wurde,  konnte  endlich  den  clnrch  die  nicht  zureichende  und  weitverstreute
Unterbringung  der  einzelnen  Abteilungen  entstandenen  Unzuträglichkeiten
größtenteils  abgeholfen  werden.  Nachdem  gegen  Ende  des  Jahres  1948  dann
auch  noch  der  zerstörte  Anbau  des  alten  Seewartengebäudes  auf  dem  Stintfang
für  die  Abteilung  VI  (Nautische  Instrumente)  wieder  hergerichtet  werden
konnte,  ist  das  Institut  jetzt  nur  noch  an  fünf  verschiedenen  Stellen  untergebracht. ­
  Uber  die  jetzige  Unterbringung  der  Abteilungen  und  Referate
vgl.  S.  10.
Mit  der  Inbetriebnahme  der  neuen  Räumlichkeiten  vereinfachte  sieh  naturgemäß ­
  der  Dienstbetrieb  in  wünschenswerter  Weise.  Vor  allem  konnten  die
technischen  Einrichtungen,  insbesondere  für  den  Zeitdienst,  sowie  die  meereskundlichen
  und  nautisdi-technischen  Laboratorien  aus  ihrem  bisherigen  Behelfsstadium
  nunmehr  in  einen  Zustand  gebracht  werden,  der  bessere  Ergebnisse ­
  erwarten  läßt.  Mit  der  Herrichtung  der  Räume  zum  Aufbau  der  Gezeitenrechenmaschine ­
  ist  begonnen  worden.
Im  Zuge  des  Aufbaues  cler  bizonalen  Verwaltungseinrichtungen  wurde
das  Deutsche  Hydrographische  Institut  gemäß  Verordnung  der  Britischen
Militärregierung  Nr.  142  vom  3.  4.  1948,  Anhang  B,  haushaltsrechtlich  in  die
Verwaltung  des  Vereinigten  Wirtschaftsgebietes  übernommen  und  clem  Direktor ­
  der  Verwaltung  für  Verkehr  unterstellt.  In  dem  Verhältnis  zu  den
Organen  des  Alliierten  Kontrollrates  fiir  Deutschland  ist  bisher  keine  Änderung ­
  eingetreten.
Herr  Captain  C.  Simpson,  D.  S.  C..  R.  N.,  der  bis  zum  13.  11.  1948  als
Manager  des  Deutschen  Hydrographischen  Instituts  fungierte,  wurde  in  dieser
Eigenschaft  durch  Herrn  Captain  R.  O  1  i  v  e  r  .  R.  N.  abgelöst.  Auch  Lt.  Cdr.
W.  H.  Ward  wurde  am  Beginn  des  Jahres  abberufen.  Das  Institut  und
seine  Mitglieder  sind  Herrn  Captain  Simpson  und  seinem  Mitarbeiter
Ward  für  ihre  loyale,  von  menschlicher  Güte  getragene  Amtsführung
während  ihrer  mehr  als  2 1 /2jährigen  Tätigkeit  zu  großem  Dank  verpflichtet.
Die  Beziehungen  zur  Universität  Hamburg  wurden  weiterhin  gepflegt. ­
  Das  gemeinsam  mit  dem  Geophysikalischen  Institut  der  Universität,
dem  Meteorologischen  Amt  für  Nord  Westdeutschland  und  der  im  vergangenen
Jahre  wieder  in  das  Leben  gerufenen  Geophysikalischen  Gesellschaft  betriebene ­
  Kolloquium  erfreut  sich  eines  regen  Besuches.  Die  Deutsche
Wissenschaftliche  Kommission  für  Meeresforschung  nahm  ihre
Tätigkeit  im  vergangenen  Jahre  wieder  auf.  Ihre  beiden  in  Hamburg  abgehaltenen ­
  Sitzungen  wurden  seitens  des  Instituts  von  den  Mitgliedern
Bö  h  necke,  Kalle  und  P  r  a  t  j  e  besucht.  Herr  Horn  wurde  zum  Mitglied ­
  des  Fachbeirates  der  Seefahrtschule  in  Hamburg  und  Herr  Jung  zum
Mitglied  des  Beirates  für  das  Deutsche  Vermessungswesen  in  der  Britischen
Zone  ernannt.
Das  Institut  erfreute  sich  auch  im  abgelaufenen  Jahre  des  Besuches  zahlreicher ­
  deutscher  und  ausländischer  Fachleute.
            
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