Jahresbericht
Nr. 3/1948
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Katalogisierung der Bücher, besonders die Arbeit am Schlagwörterkatalog
mußte häufig mit Rücksicht auf andere jeweils dringendere Arbeiten zurück
gestellt werden. Auf allen bibliothekarischen Arbeiten auf lange Sicht lastet
zudem naturgemäß die Erwägung, daß die gegenwärtige Aufstellung keine
endgültige ist, und daß der erwartete Umzug in eine dauernde Unterkunft
die jetzt geschaffene Feinordnung trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wieder
zunichte machen wird.
Zur Erzielung lückenloser Anschlüsse bei den im Tauschverkehr (s. S. 53)
eingehenden Druckschriften war eine genaue Durchmusterung der vorhan
denen Hefte und Jahrbücher erforderlich; außerdem mußten für clen Tausch
verkehr zahlreiche Teilreihen älterer Seewartenveröffentlichungen zusammen
gestellt werden. Im Zusammenhang hiermit wurden das abschließende Heft XII
des Jahrgangs 1944 der „Annalen der Hydrographie und maritimen Meteoro
logie“ nebst Inhaltsverzeichnis des Jahrgangs, die bereits im Umbruch fertig
Vorlagen, und ein Neudruck; des vergriffenen Heftes XII des Jahrgangs 1943
in der instituteigenen Druckerei (Abt. II) im Flachdruckverfahren hergestellt.
Ein erheblicher Teil der Lagerbestände der Seewarten-Veröffcntlichungen
wurde überprüft und in Behelfsregalen aufgestellt.
Die beiden an cler Bibliothek beteiligten Institute konnten den Bücher
bestand durch Kauf und Tausch um 843 Nummern vermehren (der durch
schnittliche Zuwachs in den letzten Vorkriegs jahren betrug rund 1000
Nummern). An periodischen Schriften gehen bereits wieder rund 120 ein.
Am 30. September 1948 trat Bibliotheksoberinspektor R a t z o w in den
Ruhestand, nachdem er mehr als 41 Jahre, seit dem 1. Mai 1907, in der
Bibliothek verdienstvoll tätig gewesen war, seit dem 1. Januar 1934 als tech
nischer Leiter. Seine gründliche Kenntnis der Bücherbestände und seine Um
sicht haben sich besonders bei cler Neueinricht ung der Bibliothek im Jahre 1935
und bei den Auslagerungen und Umzügen der Kriegs- und Nachkriegsjahre
bewährt.
b) Deutsche Hydrographische Zeitschrift (D. H. Z.)
Für clen Ausbau des wissenschaftlichen Tausch Verkehrs war das Er
scheinen der „Deutschen Hydrographischen Zeitschrift“ eine
wesentliche Vorbedingung. Sie konnte im vorgesehenen Umfange von sechs
Heften (zwei Einzel- und zwei Doppelhefte — insgesamt 232 Seiten —)
gedruckt werden. Die Beiträge verteilen sich folgendermaßen auf die Arbeits
gebiete der Zeitschrift: See- und Küsten Vermessung 1, Nautik, Navigation
und Zeitmeßdienst 3, Erdmagnetismus 6, Nautische Technik 3, Gezeiten,
physische und chemische Meereskunde einschließlich Geologie und Morphologie
des Meeresbodens 14. Der Druck der Zeitschrift wird von der Firma
J. J. AUGUSTIN, Glückstadt, besorgt; die Anhangstafeln, zu denen — wie
zu allen übrigen Abbildungen — die Lithographen bei VIIA die Rein
zeichnungen anfertigen, wurden von Tafel 6 ab im Technischen Betrieb der
Abteilung II des DHI gedruckt.
c) Unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten des DHI
(U. W. A.)
Die Ausgaben von „Unveröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten des
Deutschen Hydrographischen Instituts“ in ganz geringer Auflage in Schreib
maschinenschrift konnte infolge des Erscheinens der Deutschen Hydrogra
phischen Zeitschrift eingeschränkt werden; im Laufe des Jahres 'wurden
10 Arbeiten in dieser Form herausgebracht.