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VIL BIBLIOTHEK, ARCHIV, LOCHKARTENSTELLE
1. Allgemeines.
Die räumliche Zersplitterung der Abteilung hat sich erfreulicherweise im
Laufe des Jahres 1948 beträchtlich verringert. Die Photokopie wurde bei der
Räumung der Schule Holstenwall vom technischen Betrieb der Abteilung II
in Tollerort übernommen, da die früher geplante Unterbringung in der Schule
Bullenhuser Damm, bei der Bibliothek, der Kosten wegen unmöglich geworden
war. Die Lithographen erhielten ihre vorgesehenen Arbeitsplätze in der
Schule Bullenhuser Damm. Die Lochkartenstelle wurde Ende April vom Alten
Wandrahm 4 nadi dem Seemannshaus verlegt. Das Archiv und das Seebücher
lager zogen zunächst in den zweiten Stock vom Wandrahm 4 und im Sep
tember in das Seemannshaus. (Ein Teil der Bestände des Seebücherlagers
mußte beim zweiten Umzug in Tollerort gestapelt werden, da der im Seemanns
haus verfügbare Raum und seine Tragfähigkeit nicht ausreichten.) Der
einzige noch verbleibende, allerdings empfindliche Ubelstand ist jetzt noch
die Absonderung der Bibliothek von den einander nahe benach
barten Zentralstellen des Deutschen Hydrographisdien Instituts (Seemanns
haus) und des Meteorologischen Amtes für Nordwestdeutschland (Navigations
schule) und den Abteilungen II und III des DHI in Tollerort. Bei den weiten
Entfernungen können fast alle Bücherbestellungen der Institutsmitglieder nur
telephonisch und durch die täglich einmalige Botenverbindung, d. h. meistens
nidit innerhalb eines Tages, erledigt werden. Für die Bekanntgabe der Zeit
schriften wurde im Seemannshaus ein Zeitschriftenzimmer einge
richtet.
2. Bibliothek, Deutsche Hydrographische Zeitschrift und
Unveröffentlichte Arbeiten aus dem Deutsdien Hydrographischen Institut
a) Bibliothek
Die Aufstellung der Bücher in behelfsmäßigen Regalen, zum größten
Teil in den Transportkisten, in denen sie während des Krieges ausgelagert
wurden, mußte noch beibehalten werden und wird auch im kommenden Jahre
jedenfalls nicht vollständig behoben werden können. Die Beschaffung glatter
verstellbarer Metallregale ist aber für die Schonung und Erhaltung der Ein
bände, besonders der durch Feuchtigkeit beschädigten, dringend erforderlich,
ebenso wie die staubsichere und griffbereite Unterbringung der ungebundenen
Zeitschriftenhefte in. Fächerschränken. Buchbinderarbeiten, die in den vorher
gehenden Jahren nur in sehr beschränktem Umfang möglich gewesen waren,
konnten im abgelaufenen Jahr in stärkerem Maß in Auftrag gegeben werden.
Bei der Aufstellung der gebundenen Bücher und Zeitschriften wird augen
fällig, daß der jetzige Raum der Bibliothek für nennenswerten Zuwachs nicht
ausreicht. Die beschränkten Raumverhältnisse werden auch bei der Benutzung
der Bibliothek durch Außenstehende besonders fühlbar, da diesen mit Rück
sicht auf den eigentlichen und notwendigen Charakter der Bibliothek als
Präsenzbibliothek die Bücher tunlichst an Ort und Stelle zur Verfügung ge
stellt werden. Das Bestreben, angesichts der allgemeinen schwierigen
Bibliotheksverhältnisse nach Möglichkeit zu helfen (u. a. besonders den Stu
denten der Hamburgischen Universität) erschwert damit unvermeidlicherweise
die Arbeit der Benutzer wie des Bibliothekpersonals.
Die genaue alphabetische Aufstellung hat vorerst nur für die wichtigsten
Abteilungen der Bibliothek zum Abschluß gebracht werden können; auch die