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Volltext: Jahresbericht 1948

Nautische Technik 
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wurden Gesichtspunkte für die Konstruktion eines für Prüfzwecke der Posi 
tionslaternen geeigneten einfachen Gerätes gewonnen. 
Das endgültige Modell des „n achge drehten Peilaufsatze s“, das 
als Fernrohr-Peilaufsatz ausgeführt worden war, wurde an Bord des Ver 
messungsschiffes „Paul Beneke“ eingebaut, wo es im Rahmen der Vermes 
sungsarbeiten Verwendung findet. Es ergab sich, daß mit diesem Gerät die 
Peilgenauigkeit auch von einem weniger geübten Beobaditer bei mittleren 
Seegangsverhältnissen ca. Vio° beträgt. Die Arbeiten am nachgedrehten 
Peilaufsatz sind damit abgeschlossen. 
c) Lote, Logge, Koppelgerät 
Auf dem Gebiete der Echolote wurde seit Beginn des Jahres größter 
Wert auf einen Beitrag zur Steigerung des Wirkungsgrades und der Ge 
nauigkeit der Vermessungsarbeiten gelegt, indem den Fahrzeugen sicher und 
möglichst genau anzeigende Echolote an Bord gegeben bzw. die vorhandenen 
Anlagen in ihren unsicheren Teilen — insbesondere den Unterwasserteilen — 
ersetzt wurden. Dieses Bestreben wurde erschwert durch die beschränkten 
materiellen und finanziellen Mittel des Institutes. So wurden während der 
Winterliegezeit je eine gebrauchte Lotanlage auf den Peilbooten „Atair“ und 
„Wega“ eingebaut, während das Peilboot „Hooge“ lediglich einen neuen 
Senderschwinger erhielt. Auf allen Vermessungsfahrzeugen wurden — soweit 
nicht bereits geschehen — die Anzeigegeräte von den Peildecks in die Karten 
häuser verlegt. „Paul Beneke“ erhielt eine neue Lotanlage mit 50-m-Skala. 
Die in den ersten Wochen der Vermessungstätigkeit auf einigen Peilbooten 
aufgetretenen Abweichungen zwischen Hand- und Echolotung wurden nach 
systematischen Einzelerprobungen fortschreitend behoben. 
Der Aufbau der Prüfanlagen hat sich bei den Reparaturen der einge 
setzten Anlagen sowie bei der Überholung cler aus Kiel übernommenen Be 
stände als sehr wertvoll erwiesen. Für die Erhöhung der Ablesegenauig 
keit der Echolotungen auf den noch nicht mit modernen Echolotanlagen mit 
50 m-Skala ausgerüsteten Vermessungsfahrzeugen werden eine entsprechende 
Anzahl von normalen Anzeigegeräten durch Änderung des Antriebsmecha 
nismus auf einen 50 in-Mefibereich umgebaut werden. Mit der Laborerprobung 
eines Mustergeräts wurde Ende Oktober begonnen. — Die ATLAS-WERKE 
Bremen haben im Aufträge des Institutes ein Tochteranzeigegerät konstruiert, 
das im Sommer auf „Paul Beneke“ in Betrieb genommen wurde. Die Anzeige 
erfolgt mit Hilfe elektrischer Zeigerinstrumente, die die während der Schall- 
Laufzeit erfolgende Aufladung eines Kondensators anzeigen. Die Größe 
des Ausschlages ist ein Maß für die Laufzeit des Schallsignals und damit 
für die gelotete Wassertiefe. Sofern die mit Ende der Vermessungszeit als 
abgeschlossen erwartete Borderprobung befriedigend ausfällt, sollen später 
weitere Vermessungsfahrzeuge mit gleichen Geräten ausgerüstet werden. Ab 
gesehen davon, daß die neue Anzeigemethode ohne großen Aufwand den 
erwünschten Anschluß mehrerer paralleler Anzeigegeräte ermöglicht, wird 
auch die Anzeige cler Tiefenwerte mittels Zeigerinstrument vom Bedienungs 
personal günstiger als die bisher übliche Glimmlichtanzeige beurteilt. Die für 
die diesjährige Vermessungszeit vorgesehene Erprobung eines Lotschreibers 
mit Folgezeiger mußte aus materiellen und finanziellen Gründen auf das 
kommende Jahr verschoben werden. — Bei Vermessungen auf kleinen Wasser 
tiefen wird mit Beibooten gearbeitet, für die die Verwendung einer normalen 
Echolotanlage aus stromversorgungsmäßigen und Gewichtsgriinden nicht in 
Betracht kommt; es wurde deshalb unter Verwendung vorhandener Teile 
mit dem Aufbau eines tragbaren Klein-Echolotes begonnen, das aus
	        
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