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Volltext : Jahresbericht 1948

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Gezeiten,  iNuuti.sehe  Astronomie,  Zeitdienst

logischen  Amtes  für  Nordwestdeutschland.  Ein  selbstschreibender  Tischpegel
mit  elektrischer  Fernübertragung  von  den  St.  Pauli-Landungsbücken  her
wurde  im  Dienstzimmer  aufgestellt  und  in  Betrieb  genommen.  Die  Wasserstandsbeobachtungen
  von  der  Küste  werden  telephonisch  von  der  Zweigstelle
in  Cuxhaven  gesammelt  und  unter  Benutzung  einer  festen  Leitung  nach
Hamburg  durchgegeben.  Wegen  Personalmangels  nehmen  Wissenschaftler  auch
der  Abteilung  IV  regelmäßig  wiederkehrend  am  laufenden  Dienst  teil.  —
Auf  Antrag  der  Landesbauernkammer  Schleswig-Holstein  werden  ab
1.  August  außer  den  regelmäßigen  Vorhersagen  der  Hochwasserstände ­
  an  der  deutschen  Nordseeküste,  in  Emden,  Bremen  und  Hamburg
auch  Ankündigungen  besonders  niedriger  Niedrig  wasser  an  der  Westküste
Schleswig-Holsteins  zu  den  Sendezeiten  09 h 45 m  und  21 h 45 m  über  den  Nordwestdeutschen ­
  Rundfunk  verbreitet;  sie  sollen  zur  Energieersparnis  bei  der  Entwässerung ­
  des  Landes  beitragen.  Sturmflutwarnungen  wurden  wie
bisher  über  den  Rundfunk,  durch  Posttelegramme  und  telephonisch  an  etwa
80  feste  Empfänger  im  Küstenbereidi  ausgegeben.  Im  Jahre  1948  sind  an
30  Tagen  insgesamt  32  Sturmflutwarnungen  ausgegeben  und  495  Telegramme
versandt  worden.  Warnungen  an  die  Schiffahrt  vor  ungewöhnlich  niedrigen
Hochwasserständen  brauchten  nicht  ausgegeben  zu  werden.  —  Eine  Untersuchung ­
  über  die  örtlichen  Unterschiede  des  Windstaus  an  der  Westküste
Schleswig-Holsteins  wurde  begonnen  und  neben  dem  laufenden  Dienst  weitergeführt. ­

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Über  weitere  Veröffentlichungen  und  Vorträge  s.  Anhang.
2.  Nautische  Astronomie,  Navigationsmethoden
Das  Referat  zog  im  April  vom  Forschungsschiff  „Gauss“  am  Sandtorquai,
wo  es  seit  1945  untergebracht  war,  in  den  ersten  Stock  des  Seemannshauses  um.
Das  „N  autische  Jahrbuch  1948“  wurde  zum  Teil  erst  im  Januar
1948  ausgeliefert.  Das  Manuskript  des  Nautischen  Jahrbuchs  1949  wurde
fertiggestellt,  der  Druck  erfolgte  im  August,  die  Herausgabe  bereits  im  Oktober. ­
  Das  Manuskript  des  Jahrbuchs  1950  wurde  fertiggestellt  und  nach  Ausdruck ­
  des  Jahrbuchs  1949  in  Druck  gegeben.  In  Zusammenarbeit  mit  den
Navigationsschulen  Hamburg  und  Bremen  wurde  der  Inhalt  durch  Wegfall
einiger  Tafeln  gekürzt,  Vorwort  und  Erklärungen  wurden  neu  gefaßt.
Sonnen-  und  Mond-Auf-  und  Untergänge  für  1949  wurden  berechnet  und
an  verschiedene  Interessenten  mitgeteilt,  Auskünfte  über  Helligkeitsverhältnisse, ­
  vor  allem  für  gerichtliche  Zwecke,  häufig  erteilt,  in  erster
Linie  an  das  Meteorologische  Amt  für  Nordwestdeutschland.
Die  Beobachtungen  zweier  Lichtstrahlen  in  sehr  geringer  Höhe  über  dem
Wasser  aus  dem  Jahre  1937  wurden  zum  Zwecke  der  Untersuchung  der
Refraktion  aufbereitet,  die  einschlägige  Theorie  wurde  erarbeitet.  Es
zeigte  sich,  daß  die  Verhältnisse  über  See  zu  kompliziert  sind,  um  aus  dem
früheren  Material  diese  Theorie  völlig  zu  bestätigen,  wenn  auch  qualitativ
bereits  ein  recht  guter  Überblick  gewonnen  wurde.  Es  wurden  daher  Vorbereitungen ­
  getroffen,  die  Messungen  über  einem  Binnensee  zu  wiederholen.
Da  sämtliche  früheren  Erprobungsergebnisse  verloren  sind  und  ein  Urteil
über  die  Brauchbarkeit  des  Kreiselsextanten  erwünscht  schien,
wurde  auf  zwei  Versuchsfahrten  mit  dem  Vermessungsschiff  „Paul  Beneke“
untersucht,  welche  Genauigkeit  astronomische  Höhenbeobachtungen  mit  diesem
Gerät  bei  verschiedenem  Seegang  und  verschiedener  Integrationsdauer  ergeben.
Es  wurden  auch  Vergleichsmessungen  mit  dem  SOLD-Libellen-Sextanten  an-*
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