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Full text: Jahresbericht 1948

Jahresbericht 
Nr. 3/1948 
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zeitenstroms an der Mündung eines Tideflusses diese Größen flußauf- 
wärts zu ermitteln. Eine vorläufige Bearbeitung der Gezeiten auf der Elbe 
als Vorarbeit für die Untersuchungen auf der Eider lieferte günstige Ergeb 
nisse, die audi für weitere Untersuchungen wertvolle Hinweise gaben. Das 
Verfahren kann eine wertvolle Ergänzung zu den mit Hilfe der Modellver 
suche erzielten Ergebnissen liefern. 
Eine besondere Untersuchung über die Bedeutung der Reibung 
für die Gestaltung der Gezeitenkurven auf Grund des Beobachtungsmaterials 
auf der Elbe, das vom Wasserstraßenamt Hamburg, Elbemodell, zur Ver 
fügung gestellt wurde, läuft zur Zeit. Qualitativ ergibt sich bereits jetzt der 
entscheidende Einfluß der Reibung. Für ein verhältnismäßig allgemeines 
Austauschgesetz wurde die Geschwindigkeitsverteilung in vertikaler Rich 
tung als Funktion der Tiefe und eines Reibungsfaktors rechnerisch ermittelt. 
Der Auftrag über die in der Ostsee ausgeführten meereskundlichen Be 
obachtungen wurde fertiggestellt. 
Eine Untersudiung über den Einfluß des Windes auf die Ent 
wicklung und Ausdehnung des Seegangs und der Dünung wurde ge 
meinsam mit Abteilung VH abgeschlossen. 
Ein Literaturbericht über die „Berechnungsmethode für die Übertragung 
von Wärme durch Wassermassen (Strömungen) unter verschiedenen physi 
kalischen Bedingungen" wurde im Manuskript fertiggestellt. An Hand von 
Beispielen ergeben sich interessante Einblicke in den Wärmehaushalt einzelner 
Meeresgebiete und in den Wärmetransport von Meeresströmungen. 
3. Eisdienst 
Aus Gründen der Kontinuität der Beobachtungsreihen wurde Wert darauf 
gelegt, das Beobachtungsnetz au den deutschen Küsten der britischen Zone, so 
wie es in den vergangenen Jahren war, auch im Winter 1947/48 aufrecht 
zuerhalten. 
Das Melde netz des Eisdienstes in der britischen Zone besteht 
aus 69 Stationen, die so verteilt -sind, daß alle Fahrwasser und wichtigeren 
Häfen erfaßt sind. Von diesen Stationen konnte leider Helgoland nicht besetzt 
werden. 
Das Eisbeobachtungsnetz der russischen Zone wurde von dem Ostsee 
observatorium Greifswald wahrgenommen, das die Eisbeobachtungen täglich 
telegraphisch als Sammelbericht an clas Deutsche Hydrographische Institut 
durchgab. 
Der Austausch der Eismeldungen mit dem Auslande konnte weiter aus 
gebaut werden. Gegenüber dem Vorjahre kamen zu den bisherigen Austausch- 
ländern noch die Niederlande und Norwegen hinzu.*) 
Die Niederlande und Dänemark gaben ihre Eismeldungen täglich tele 
graphisch an den Deutschen Eisdienst durch. Von Norwegen, Schweden und 
Finnland wurden täglich die Eisfunkmcldungen aufgenommen. 
Mit Ausnahme des Seegebietes östlich der Oder bis zu dem Finnischen 
Meerbusen waren damit alle für den deutschen Eisdienst in Betracht kom 
menden Gebiete der Nord- und Ostsee erfaßt. 
*) Demnach steht der Eisdienst des DH I jetzt im 1 Austauschverkehr der Eisberichte mit den Niederlanden, Nor* 
wegen, Dänemark und Schweden, zu denen Anfang 1949 auch Finnland mit den Berichten des Eiswinters 1948/49 hinzukam.
	        
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