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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 20 (1892)

266 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1892. 
Einstellung des ;‚Mire; Kirchth, v. Harburg 
Nullstrichs am Nonius Ablesung am 
Theodolitkreise: 
Korrektion 
Berechnete 
Korrektion 
10° 
459 
50° 
55° 
50° 
35° 
10° 
75° 
30° 
35° 
90° 
95° 
LO0° 
L05° 
L10° 
115° 
190° 
264° 58‘ 29 
259° 58‘ 30“ 
254° 58° 21° 
249° 58 21“ 
244° 58‘ 20% 
239° 58‘ 117 
234° 58' 12° 
229° 58‘ 6" 
224° 58‘ 3“ 
219° 58° 3“ 
214° 57° 57° 
209° 58’ O0" 
204° 58‘ 0” 
199° 57‘ 46“ 
194° 57° 53% 
189° 57' 52” 
184° 57° 47° 
179° 57‘ 46" 
+ 39” 
+ 38° 
al 47 
— 47% 
- 48 
— 570 
- 56“ 
. 62 
+ 65% 
65% 
71“ 
68“ 
= 68" 
- 820 
+ 788 
+ 16 
+ 51% 
++ 89 
+ 370 
„41“ 
4- 45“ 
+ 49% 
— 53% 
+ 56" 
— 59“ 
- 62 
- 65% 
= 67% 
- 69" 
„ 71% 
+ 73° 
x. 74 | 
+ 75 
+ 76“ 
+ 7740 
A 770 
Differenz 
Beob. — 
Rechnung 
Ja 
3 
+ gu 
i— gu 
j— 5 
+14 
u“ 
ou 
0 
at 
+ A 
— DU 
— 50 
+ 8 
0 
0” 
+ 4" 
+ 50 
Zum Schlufs mögen noch die einzelnen Vortheile, welche die Untersuchung 
der Sextanten auf ihre Excentricität mittelst des hier erörterten Verfahrens 
gegenüber der früher auf der Seewarte gebräuchlichen Methode kurz nach ein- 
ander zusammengestellt werden. Es sind die sieben nachfolgenden: 
ı4. Die Messung ist bei jedem Wetter ausführbar, da selbst bei dichtem 
Nebel der Lichtpunkt, welcher durch das Kollimatorfernrohr bei Beleuchtung 
mittelst einer hinter dem Okular aufgestellten Beobachtungslampe (Laterne mit 
parabolischem Reflektor und Linse) gebildet wird, sichtbar und einstellbar bleibt. 
2. Man ist bei der Messung durchaus frei von den Fehlern in der un- 
richtigen Stellung des Fernrohrs. 
3. Man kann die Theilungsfehler genauer und einfacher bestimmen, als 
dieses durch eine zeitraubende und das Auge sehr ermüdende gründliche Unter- 
suchung mittelst des Nonius möglich ist, da man die Korrektion für jeden 
beliebigen Theilstrich ermitteln kann. Die alsdann aus der Reihe der fort- 
laufenden Werthe der bestimmten Korrektionen heraustretenden Werthe weisen 
auf Theilungsfehler hin, deren genauer Betrag eben durch die Abweichung von 
der Reihe bestimmt wird. 
Man ist unabhängig von dem Grade der durch den Nonius zu erzielenden 
Grenze der genauen Ablesbarkeit des Sextanten, indem bei diesem Verfahren 
nur der Nullstrich des Nonius, nicht aber die übrigen Theilstriche desselben 
benutzt werden. 
5. Man kann sehr leicht den so häufig auftretenden gefährlichen Fehler 
des Sextanten konstatiren, welcher durch eine nicht völlig sichere, etwas lose 
oder sich klemmende Axe des Sextanten entsteht, und den Grad der Un- 
sicherheit, welcher dadurch den Messungen anhaftet, bestimmen. Man hat dazu 
nur nöthig, bei den einzelnen Einstellungen auf die verschiedenen Theilpunkte 
des Limbus den Nullstrich des Nonius einmal von rechts und nach geschehener 
Messung und Ablesung auch einmal von links her auf den Theilpunkt einzu- 
stellen und die Messung zu wiederholen. Die Abweichungen zwischen den 
beiden Ablesungen können alsdannı nur durch nicht sichere Axe oder durch 
Fehler (Nachziehen) der Mikrometer- (Tangenten-)Schraube verursacht werden 
und sind somit leicht auf ihre wahre Ursache zurückzuführen. 
6. Man ist fast gänzlich unabhängig von der Genauigkeit, womit der 
Indexfehler bestimmt wird. Der Indexfehler kommt bei diesem Verfahren nur 
insofern in Betracht, als die ermittelten Korrektionen streng genommen nicht 
für diejenigen Punkte der Theilung gelten, auf welche der Nullstrich des Nonius 
eingestellt wurde, sondern für die um den Betrag des Indexfehlers davon ent- 
fernt liegenden Punkte.
	        
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