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Full text: Jahresbericht 1949

Jahresbericht 
Nr. 4/1949 
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mit cler Presse vom 9. November 1949 das Referat für Presse und 
Rundfunk übertragen. Schon vorher hatte sich die Beobachtung und 
Auswertung der Presse, insbesondere derjenigen der Hafenstädte, beim 
Archiv herausgebildet, vgl. Jahresbericht Nr. 3. In dem Maße, wie das 
D.H.I. mit seinen Einrichtungen und Dienststellen der Öffentlichkeit 
bekannt wurde, wurden seitens der Presse und des Rundfunks Bitten um 
authentische Informationen für Berichte an das Institut herangetragen und 
tunlichst erfüllt. Die Wünsche stammen nicht nur aus Hamburg und von 
der Küste, sondern auch aus dem Binnenland, z. B. aus Berlin. Seit dem 
Sommer 1949 wird der Schiffahrtsfunk des NWDR laufend mit Nachrichten 
versehen, die jeweils am Montag früh ausgestrahlt werden und in Schiff 
fahrtskreisen Beachtung finden. 
Die Erweiterung des Fahrbereichs der deutschen Seeschiffe und der 
langsam anlaufende Export machten sich im Seebüchervertrieb bereits be 
merkbar. Die Erschwerungen des Buchversandes ins Ausland durch die 
Devisenvorschriften konnten noch nicht behoben werden. 
Der Versand der Nachrichten für Seefahrer erfolgte planmäßig wöchentlich, 
teils durch die Postzeitungsstelle, teils durch den Hauptvertrieb im See 
bücherlager. — Die englische Ausgabe der N. f. S. wird nicht mehr herge 
stellt. 
Insgesamt sind im Jahre 1949 (in Klammern: 1948) 
1685 (1284) Deutsche Hydrographische Zeitschrift 
9570 (7064) Nautische Druckschriften 
63989 (64045) Nachrichten für Seefahrer 
31608 (8026) Deckblätter 
an A.V.-, A.V.B.-Stellen, in- und ausländische Dienststellen, Universitäten, 
Institute usw. sowie Einzelbezieher abgegeben worden. 
Der Umsatz des Auslieferungslagers in Kiel-Wik erfuhr im Geschäfts 
jahr eine beträchtliche Steigerung. 
An der vom Norddeutschen Verleger- und Buchhändler-Verbancl vom 
4. bis 28. Oktober 1949 in der Hamburger Kunsthalle veranstalteten Buch 
ausstellung war das Institut durch das Seebücherlager in Verbindung mit 
den Abteilungen II und III vertreten. 
4. Lochkartenstelle 
Wie im letzten Jahresbericht bereits erwähnt ist, mußte die Ermietung 
mehrerer HOLLERITH-Lochkartenmaschinen auf gekündigt werden, und zwar 
die des Motorwiederholungslochers und des Motorlochprüfers zu Ende Januar 
und die des zweiten Rechenlochers zu Ende Februar. Die Rückgabe der 
Fachzählsortiermaschine verzögerte sich um weitere zwei Monate, da Ver 
handlungen mit dem Bundesverkehrsministerium, Abteilung Seeverkehr, 
wegen Übernahme der Aufbereitung der statistischen Unterlagen für den 
Seeverkehr durch die Lochkartenstelle schwebten und diese Maschine vor 
aussichtlich hierzu neben je einem neueren Motorwiederholungslocher und 
Motorlochprüfer zusätzlich wieder gebraucht wurde. Da Mittel für die 
Beschaffung von Lochkarten und die Ermietung dieser Maschinen jedoch 
noch nicht zur Verfügung standen, erhielt ab August zunächst eine Hilfskraft 
des Bundesverkehrsministeriums eine Sonderausbildung als Locherin für 
die zu erwartenden Lochkartenarbeiten für die Seeverkehrsstatistik, Probe 
arbeiten ergaben, daß sich die Durchführung der lochkartenmäßigen Be 
arbeitung der Seeverkehrsstatistik bei Verwendung eines Kartenmischers
	        
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