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Volltext : Jahresbericht 1949

Jahresbericht

Nr.  4/1949

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die  bisher  übliche  Methode  empfindlicher  zu  gestalten  und  den  Aufgaben
einer  Serienanalyse  im  Zusammenhang  mit  der  Frage  der  Produktionskraft
der  verschiedenen  Meeresgebiete  besser  anzupassen.
Auf  der  Forschungsfahrt  mit  dem  Vermessungsschiff  „Paul  Beneke“  im
September  1949  konnten  wieder  Untersuchungen  auf  See  begonnen  werden
mit  dem  Ziel,  Beziehungen  zwischen  dem  chemisch-hydrographischen  Zustand ­
  und  den  biologischen  Gegebenheiten  und  Vorgängen  im  Heringsfanggebiet ­
  der  Nordsee  herauszuarbeiten.
5.  Physikalische  Eigenschaften  des  Meerwassers  und  Instrumente
Die  Arbeit  im  Laboratorium  umfaßte  im  Berichtsjahr  die  Überprüfung
und  Eichung  von  Thermometern,  insbesondere  Nullpunktsüberprüfungen
von  Umkippthermometern,  ferner  Versuchsreihen,  die  der  Neu-  oder
Weiterentwicklung  ozeanographischer  Meßgeräte,  insbesondere  von  Strommessern, ­
  und  einem  registrierenden  Durchsichtigkeitsmeßgerät  dienten.
Die  meereskundliche  Tätigkeit  auswärtiger  Dienststellen  und  Institute
wurde  durch  leihweise  Überlassung  ozeanographischer  Geräte  weiterhin
unterstützt.  Insbesondere  wurden  für  die  Vermessung  des  Norderneyer
Seegebietes  Strommesser,  Hochseepegel,  Pegel  usw.  in  größerer  Zahl  zur
Verfügung  gestellt.  Die  laufenden  Eichungen  dieser  und  anderer  ozeanographischer ­
  Meßgeräte  wurden  fortgesetzt.
Die  Pegel  der  Ostsee  und  besonders  die  für  den  Windstau-und  Sturmflutwarndienst ­
  wichtigen  Pegel  Guxhaven  und  Hamburg  wurden  laufend
betreut,  die  Feuerschiffe  weiterhin  mit  Geräten  versorgt.
Die  Ersatzbeschaffung  für  verlorengegangene  Geräte  wurde  weiterbetrieben. ­
  Die  ersten  Registrierwerke  für  Schaufelradstrommesser  wurden
geliefert  und  erprobt.  Die  konstruktiven  Vorbereitungen  für  einen  neuen
Bifilar-Strommesser  wurden  abgeschlossen,  eine  Probeserie  in  Auftrag  gegeben. ­
  Die  Vorarbeiten  zur  Weiterentwicklung  eines  elektrischen  Salzgehaltsmeßgerätes ­
  (Leitfähigkeit)  wurden  wieder  aufgenommen.
Geräte-  und  Geräteliteraturkartei  wurden  weitergeführt  und  ergänzt.
Der  für  meereskundliche  Untersuehungsfahrten  erforderliche  Teil  des
Ausbaues  des  Vermessungs-  und  Forschungsschiffes  „Gauss”  wurde  geplant
und  in  der  Ausführung  überwacht.
Auf  einer  12-tägigen  Untersuchungsfahrt  mit  dem  Vermessungsschiff
„Paul  Beneke"  wurden  ein  registrierendes  Durchsichtigkeitsmefigerät  sowie
neue  Stoßröhren  erprobt.  Mit  der  Bearbeitung  der  Meßergebnisse  wurde  begonnen. ­


6.  Geologie  und  Morphologie  des  Meeres
Im  geologischen  Labor  wurde  die  Untersuchung  von  Grundproben  aus
der  Ostsee,  dem  Kattegat,  der  Nordsee  und  der  Elbe  fortgesetzt,  die  sich
in  erster  Linie  auf  die  Korngrößenbestimmung,  die  Bestimmung  des  Kalkgehaltes, ­
  des  Glühverlustes  und  des  Wassergehaltes  bezieht.  Die  Korngrößenbestimmungen ­
  dienen  vor  allem  der  Erforschung  der  Sandwanderung
am  Meeresboden,  während  die  übrigen  Faktoren  für  die  Besiedlung  des
Meeresbodens  und  damit  fiir^  die  Fischerei  von  Bedeutung  sind.  Die  im
vorigen  Jahr  begonnene  Spezialuntersuchung  über  die  Sedimente  des  Borkumer
  Riffgrundes  wurde  abgeschlossen.  Hier  wurde  im  Rahmen  einer
praktischen  und  wissenschaftlichen  Arbeit  neben  den  üblichen  Eigenschaften ­
  auch  der  Gehalt  der  Bodenablagerungen  an  Foraminiferen  unter ­
            
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