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Full text: Jahresbericht 1949

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Organisation des D. H. I. 
4. DER BETRIEBSRAT 
Der neugewählte Betriebsrat, der sich am 20. 1. 1949 konstituierte, be 
steht auf Grund der im Jahre 1948 durchgefiihrten Personaleinsparung nur 
noch aus 7 Mitgliedern. Er setzt sich zusammen aus 1 Beamten-, 3 Ange 
stellten-, 1 Lohnempfänger- und 2 Seeleutevertretern. Den Vorsitz führt 
A. Unger, der zugleich Mitglied des Hauptbetriebsrates des Bundesver 
kehrsministeriums in Hamburg ist. Der Vorsitzende und die übrigen Be 
triebsratsmitglieder gehörten bereits dem am 15. 6. 1948 gewählten Betriebs 
rat an. 
Der Betriebsrat hat die ihm im Betriebsrätegesetz vom 10. 4. 1946 
(Gesetz Nr. 22 des Kontrollrats) und in der Betriebsvereinbarung zugewiesenen 
Aufgaben zum Wohle der Institutsleitung und der Belegschaft durchgeführt 
und für ein gutes Einvernehmen zwischen den Beschäftigten Sorge getragen 
unter Berücksichtigung der notwendigen demokratischen und sozialen Auf 
bauarbeit. Zu diesen Aufgaben gehörte u. a. die Überwachung der zu Gunsten 
der Beamten, Angestellten und Arbeiter erlassenen gesetzlichen Vorschriften, 
Schutzbestimmungen, Tarif- und Dienstordnungen sowie der tariflichen und 
sonstigen Vereinbarungen. Ferner wirkte er mitbestimmend bei Festlegung 
der Arbeitszeit, Regelung der Urlaubsangelegenheiten, bei Vorschlägen zur 
Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie beim Erlaß innerbetrieblicher 
Anordnungen in Fragen der sozialen Fürsorge für die Beamten, Angestellten 
und Arbeiter des Instituts. Bei Erledigung all dieser Aufgaben war der Be 
triebsrat stets bemüht, Mittler zwischen Institutsleitung und Belegschaft zu 
sein. Mit eleu Organen der anerkannten Gewerkschaften wurde ständig 
Fühlung gehalten. Die Vorarbeiten, die zur Durchführung des Gesetzes Nr. 15 
der Militärregierung (Neues Beamtengesetz) im Laufe des Berichtsjahres an 
geordnet wurden, erfolgten in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. 
Dieser war dabei bemüht, die berechtigten Forcierungen der Angestellten bei 
ihrer Überleitung in das Beamtenverhältnis zur Geltung zu bringen, anderer 
seits aber auch dafür zu sorgen, daß der rechte Mann an den rechten Platz 
gestellt wird. 
Die Entwicklung der Löhne in der Hamburger Industrie und 
den Staatsbetrieben der Hansestadt Llamburg im Vergleich zu den Löhnen 
für handwerksmäßig vorgebildetes Personal innerhalb des öffentlichen 
Dienstes wurde vom Betriebsrat mit ernster Sorge verfolgt. Die unterschied 
lichen Löhne bei gleichen Lebensbedingungen bilden eine Gefahr für den 
Arbeitsfrieden innerhalb des Betriebs und können außerdem zur Folge haben, 
daß qualifizierte Facharbeiter cles Instituts in die freie Wirtschaft über 
wechseln, wodurch die dem Institut übertragenen Arbeiten für die Sicherheit 
der Schiffahrt zum Erliegen kommen würden. Vom Betriebsrat wurde alles 
versucht, um eine Aufbesserung der Löhne für die Arbeiter des D. H. I. zu 
erreichen und eine Abwanderung in die Privatwirtschaft zu verhindern. Seine 
Anträge und Eingaben an das Bundesverkehrsministerium, den Hauptbe 
triebsrat und die Gewerkschaft „Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr“ 
wurden von der Institutsleitung gebilligt und weitgehendst unterstützt, hatten 
aber bedauerlicherweise bisher keinen Erfolg. 
Die W ohnraumbeschaffung machte im Berichtsjahr wesentliche 
Fortschritte. Durch den Ausbau kleinerer Wohnungen in den Dienstgebäuden 
in Tollerort und am Alfred Wegener-Weg sowie durch die Zuteilung mehrerer 
Wohnungen, die vom Bundesverkehrsministerium erstellt wurden, war es 
möglich, insgesamt 16 Betriebsangehörige, die schon seit Jahren von ihrer 
Familie getrennt lebten, in eine Wohnung einzuweisen. Weitere 16 Woh
	        
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