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Full text: Jahresbericht 1950

Nautische Technik 
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e) Prüfung von Chronometern und B-Uhren 
Von den Außenstellen wurden insgesamt 164 Zeitmesser geprüft bzw. ver 
glichen und attestiert. Die Zahlen für Hamburg sind aus dem Bericht der Ab 
teilung V ersichtlich. 
f) Nautische Auskünfte 
Der nautische Auskunftsdienst wurde insgesamt 14 731 mal in Anspruch 
genommen. In dieser Zahl eingeschlossen sind die Besuche von Schiffen, Werf 
ten und Reedereien. Besonderer Wert wurde auf die Beratung bezüglich der 
Aufstellung von Magnetkompassen an Bord gelegt, um durch sachgemäße 
Planung spätere Kompaßstörungen zu vermeiden. Die erzielten Erfolge haben 
AVerften und Reedereien veranlaßt, sich der Beratung in ständig wachsendem 
Umfang zu bedienen. Das Referat nahm im Rahmen des Nautischen Aus 
kunftsdienst an den vom Bundesverkehrsministerium veranstalteten Tagungen 
über moderne Laderaumbelüftung teil, sowie an einer Fahrt der DECCA- 
Gesellschaft zum Studium des DECCA-Ortungsgerätes und des DECCA- 
Radargerätes. 
Zum Studium der Deviationsstörungen auf Fischdampfern unternahm der 
Leiter der Dienststelle Bremerhaven, Naut. Ob.-Insp. Vogel, eine Reise nach 
Island auf einem Fischdampfer der NORDSEE-HOCHSEEFISCHEREI 
GESELLSCHAFT. Ein diesbezüglicher Bericht wurde der Schiffahrts-Zeitschrift 
„Hansa“ zur Veröffentlichung zugeleitet. 
4. Außenstellen des Deutschen Hydrographischen Instituts 
Während des Berichtsjahres gelang es, für einige bisher behelfsmäßig 
untergebrachte Außenstellen geeignete Diensträume zu beschaffen. Damit er 
geben sich folgende Änderungen: 
a) Die Dienststelle Emden wurde von dem Gebäude Nesser Landstraße 1 in 
das wiederaufgebaute Haus Schweckendieckplatz 3 verlegt. 
b) Die Dienststelle W ilhelmshaven wurde aus dem Bootsschuppen Jade 
straße in das Gebäude des Wasser- und Schiffahrtsamtes Banter-Deich 4 
(neben der JADEWERFT) verlegt. 
c) Die Dienststelle Bremerhaven konnte durch das Entgegenkommen der 
Verwaltung der Hansestadt Bremen besser geeignete Räume im Oberge 
schoß des gleichen Hauses (Querstraße 3, Hindenburgplatz) beziehen. 
d) Die Dienststelle Büsum wurde am 1. Januar 1950 wegen zu geringer In 
anspruchnahme in eine nebenamtlich verwaltete Stelle umgewandelt und 
am 1. August nach Husum verlegt. Das Arbeitsgebiet wurde auf die 
Prüfung von Laternen und Kompassen beschränkt. 
e) Bezüglich des Prüfdienstes ergibt sich folgender Stand: 
1. Laternenprüfungen werden bei allen Dienststellen durchgeführt. 
2. Kompaßprüfungen nehmen alle Dienststellen außer Brake vor. 
3. Chronometerprüfungen und -Vergleiche durch alle Dienststellen außer 
Brake und Husum. 
4. Prüfungen und Vergleiche von Aneroidbarometern und Barographen 
durch alle Dienststellen (Wilhelmshaven, Heiligenhafen nur Vergleiche) 
außer Brake und Husum. 
Prüfungen von Quecksilberbarometern nur in Hamburg. 
5. Thermometerprüfungen werden nur in Hamburg vorgenommen, Ther 
mometervergleiche durch alle Dienststellen außer den zuletzt genannten. 
6. Winkelmeßgeräte werden in Hamburg, Bremen und Bremerhaven ge 
prüft, Sextanten mit künstlichem Horizont nur in Hamburg. 
7. Kompaßregulierungen werden auf Antrag von allen Dienststellen außer 
Brake und Husum durchgeführt.
	        
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