Gezeiten, Nautische Astronomie, Zeitclienst
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(Fortsetzung der Tabelle 6 von S. 44)
Lfd.
Nr.
Station
Rufzeichen
Frequenz
kHz
Wellenlänge
ш
Wellenart
Stärke
kW
Bemerkungen
2. Koinzidenzsignale
a) täglich 0001—0006 Uhr MGZ über
12
Norddeich
DAN
131
2290
А 1
30
13
Norddeich
DAN
8340
35,97
А 1
20
1. 4. - 30. 9.
14
Norddeich
DAN
5627,5
53,31
А 1
20
1.10. - 31. 3.
b) täglich 1201—
1206 Uhr MGZ über
15
Norddeich
DAN
131
2290
А 1
30
16
Norddeich
DAN
17100
17,54
А 1
20
Die werktägliche Ausstrahlung eines Koinzidenzsignals von 1055 bis 1100
MGZ über den Kurzwellensender des NWDR auf 7290 kHz = 41,15 m wurde
beibehalten.
Neben diesen Zeitsignalen wurden wie im Vorjahre laufend die Normal
frequenzen 440 kHz und 1000 kHz an den NWDR für die Musikabteilung
und zur Steuerung des Gleichwellensendernetzes abgegeben. Beide Frequenzen
wurden außerdem jeden Montag bis 13. März von 1050 bis 1100 MEZ über den
Sender Norden auf 658 kHz = 455,9 m, ab 20. März von 1120 bis 1130 MEZ
über den Sender Hamburg auf 971 kHz = 308 m und seit 8. Mai 1950 über
den gleichen Sender von 1100 bis 1110 MEZ ausgestrahlt. Die Normalfrequenz
von 1000 kHz wurde außerdem wie im Vorjahre laufend an Dienststellen der
Bundespost in Lokstedt, Elmshorn und Kiel für Eichungen und Versuchszwecke
abgegeben. Die Steuerung der Hauptuhr der Bundesbahndirektion Hamburg-
Altona, von der sämtliche Uhren der Bundesbahn abhängen, erfolgte das
ganze Jahr hindurch ohne nennenswerte Störungen.
Für die Aufnahme von Zeitsignalen wurde ein L о r e n z - Langwellen
empfänger zu einem Längstwellen-Superheterodyne-Empfänger umgebaut
und in Betrieb genommen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr ca. 7000 Funk
zeitzeichen — Onogo-, Koinzidenz-, Sekunden- und Kurzzeitzeichen — der
Stationen Beltsville, Hamburg. Norddeich, Monte Grande, Moskau, Pontoise,
Potsdam, Rugby und Washington registriert. Die Abweichungen der eigenen
und fremden Zeitsignale gegen die astronomisch ermittelte Zeit wurden ab
1. März 1950 laufend rechnerisch festgestellt und als Monatstabellen an ins
gesamt 114 interessierte Stellen übersandt. Im Rahmen der Zusammenarbeit
wurden dem Institut regelmäßig die entsprechenden Zeitsignalverbesserungen
vom Bureau International de l’Heure, Paris, vom Royal Observatory, Green
wich, vom U. S. Naval Observatory, Washington, vom Instituto Geografico
Militär, Buenos Aires, vom Geodätischen Institut. Potsdam, sowie von der
Frequenztechnischen Zentralstelle, Berlin, und dem Fernmeldetechnischen
Zentralamt, Darmstadt, zur Verfügung gestellt.
Im Zeitmesserprüfdienst wurden im Berichtsjahr neben 6 Prä
zisionsuhren und 22 Chronometern des Instituts 7 Gebrauchsuhren und 11
Chronometer von privaten Auftraggebern geprüft.