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Volltext : Jahresbericht 1950

Jahresbericht

Nr.  5/1950

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Die  Sammlung  der  deutschen  Hoch-  und  Niedrigwasserbeobachtungen  ist
durch  laufende  Auswertung  der  Pegelaufzeichnung  aus  dem  Bereich  der
Marschenbauämter  Husum  und  Heide  sowie  des  Wasser-  und  Schiffahrtsamtes
Emden,  aus  dem  Bereich  der  übrigen  Ämter  an  Hand  der  eingegangenen
Wasserstandslisten  fortgesetzt  worden.  Die  1947  begonnene  Ablesung  stündlicher ­
  Wasserstände  von  den  Aufzeichnungen  des  Pegels  Cuxhaven  (Wasserund
  Schiffahrtsamt)  wurde  vom  Jahr  1908  bis  zur  Gegenwart  fortgeführt;
die  berechneten  Mittelwerte  sind  der  Association  d’Océanographie  Physique,
Union  Géodésique  et  Géophysique  Internationale  für  ihre  Sammelveröffentlichung
  mittlerer  Wasserstände  mitgeteilt  worden.  Für  die  Gewässerkundliche
Sekundärstatistik  des  deutschen  Gezeitengebietes,  die  als  Beilage  zum  Deutschen ­
  Gewässerkundlichen  Jahrbuch  erscheinen  soll,  werden  künftig  die  ausgeglichenen ­
  Monats-  und  Jahresmittel  der  Hoch-  und  Niedrigwasserzeitunterschiede ­
  für  ausgewählte  Pegel  entlang  der  Küste  und  an  den  Flüssen  berechnet
werden;  mit  Vorarbeiten  wurde  begonnen.
b)  BesondereArbeiten
Für  wasserbauliche  Untersuchungen  der  Wasser-  und  Schiffahrtsämter
Emden  und  Norden,  die  im  Sommer  und  Herbst  1949  an  19  Stellen  in  dem
Gebiet  zwischen  Langeoog  und  Emden  Schreibpegel  eingesetzt  hatten,  wurden
an  Hand  dieser  Aufzeichnungen  die  Gezeitengrundwerte  der  Meßstellen  durch
Fourier  -  Analyse  der  halbmonatlichen  Ungleichheiten  in  den  Gezeitenunterschieden ­
  gegen  Emden  und  Norderney  und  durch  nachträgliche  Reduktion  auf
die  langfristigen  Mittelwerte  an  diesen  Bezugspegeln  bestimmt.  In  ähnlicher
Weise  sind  zur  Vervollständigung  der  obigen  Unterlagen  die  Grundwerte  für
20  Pegel  an  den  rechtsseitigen  Nebenflüssen  der  Elbe  (Stör,  Kriickau,  Pinnau)
sowie  an  der  Weser  und  ihren  Nebenflüssen  (Ochtum,  Hunte,  Hamme,  Wümme)
aus  ein-  oder  mehrjährigen  Beobachtungen  ermittelt  worden.
Der  erreichte  Stand  bei  der  Neubestimmung  der  Gezeitengrundwerte  für
die  Deutsche  Bucht  erlaubte  nunmehr  auch  eine  völlige  Neubearbeitung  des
Pegelbuchs  für  die  Seevermessungen  der  Abteilung  III;  die  Vorlage  für  die
Vervielfältigung  ist  nahezu  fertiggestellt.
Zur  Verbesserung  der  Unterlagen  für  die  Gezeitenvorausberechnungen
wurden  die  halbmonatlichen  Ungleichheiten  in  Hoch-  und  Niedrigwasserzeit
für  Emden  und  die  entsprechenden  Ungleichheiten  in  Höhe  für  Borkum-Südstrand ­
  aus  19jährigen  Beobachtungen  neu  abgeleitet.
Das  Lochkartendezernat  L  im  Hause  führte  nach  den  im  Vorjahre  gelieferten ­
  Ausgangswerten  maschinell  364  F  ourier  -  Analysen  halbmonatlicher
Ungleichheiten  für  die  einzelnen  Jahre  19jähriger  Beobachtungsreihen  von
Hamburg,  Cuxhaven,  Bremen,  Bremerhaven,  Wilhelmshaven  und  Emden
durch;  sie  ergaben  Unterlagen  für  die  Reduktion  anderweitiger  Beobachtungen
und  für  notwendige  Genauigkeitsuntersuchungen.  Zur  Ermittlung  der  parallaktischen ­
  Ungleichheit  in  Hochwasserzeit  für  Cuxhaven  wurden  aus  einer
19jährigen  Beobachtungsreihe  die  Reste  nach  Abzug  des  mittleren  Intervalls
und  der  halbmonatlichen  Ungleichheit  gebildet  und  die  Wiederholung  der
Berechnung  nach  einem  abgewandelten  Verfahren  begonnen.
Im  Jahre  1948  hatte  eine  theoretische-  Untersuchung  ergeben,  daß  die  Ungleichheiten ­
  der  Hoch-  und  Niedrigwasser  in  Zeit  und  Höhe  bei  halbtägiger
Gezeitenform  durch  mehrdimensionale  harmonische  Reihen  darstellbar  sind.
Um  die  Brauchbarkeit  dieses  Verfahrens  für  Vorausberechnungen  zu  erproben,
wurde  nach  einer  Vorabschätzung  der  vermutlich  wichtigsten  Glieder  mit
einer  strengen  Ausgleichung  siebenjähriger  Beobachtungen  von  Hoehwasser-
            
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