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Full text: Jahresbericht 1950

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Seevermessung 
N-l — Westerems — bis zum Abbruch dieser Arbeiten gegen Mitte Dezember 
wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit und der beginnenden Werftüberholung. 
Die Arbeiten auf der Ems sollen zu Anfang des Jahres, sobald es die 
Wetterlage und der Zustand der Boote erlaubt, wieder fortgeführt werden. 
3. Prüfung der Vermessungsarbeiten 
Von allen in den Tabellen 2 und 3 aufgeführten Vermessungsarbeiten 
wurden die gesamten Vermessungsergebnisse vor ihrer Veröffentlichung und 
weiteren Verarbeitung in den deutschen Seekarten nach ihrer Vorlage beim 
D.H. I. durch die Vermessungsfahrzeuge in der Prüfstelle—Seevermessung — 
geprüft. An Vermessungsunterlagen waren es: 
21 Arbeitskarten mit 75 dazugehörigen Lotungs- und Pegelnotizbüchern, 
3 Wegekarten VFS „Gauss“ mit Navigations- und Lotunterlagen. 
21 Meßakten mit Rechenarbeiten (trig. Festpunktbestimmungen, Netzbe 
rechnungen, Nivellements pp., Pegel- und Festpunktkontrollen und 
-beschreibungen), 
34 km topographische Küsten- und Hafenaufnahmen durch Strecken- und 
Todrymeterzüge, 
10 Nivellements, 
21 Wrackbestimmungen und -Untersuchungen. 
Während die Tabellen 2 und 3 die Einzelheiten, den Umfang und die 
Art der Arbeiten aufführen, ist in der Anlage 3 die flächenmäfiige Auslotung 
der Seegebiete dargestellt. 
Von den Peilungen der Was=er- und Schiffahrtsbehörden in den betonnten 
Fahrwassern gingen beim D. H. I. insgesamt 156 Peil- und Hafenpläne ein, 
die zur Berichtigung der Seekarten Anwendung fanden. Bei einigen Peil 
plänen. in denen nur Kartennetze nach örtlichen Soldnerkoordinaten einge 
zeichnet waren, wurden durch Koordinaten-Umformungen geographische Netze 
zum Einpassen in die Seekarte eingerechnet und eingezeichnet. 
Im Austauschverfahren wurden den Wasser- und Schiffahrtsbehörden von 
allen in ihren Aufsichtsbezirken liegenden oder an diese angrenzenden Ver 
messungsgebieten unserer Vermessungsfahrzeuge Lichtpausen und z. T. auch 
Transparentpausen (zur weiteren eigenen Vervielfältigung bei den Wasser- 
und Schiffahrtsämtern für ihre Tonnenleger. Peilbiiros und Außenstellen) von 
den Arbeitskarten des D. H. I. einschließlich der Seezeichenliste über die von 
ihnen ausgelegten Betonnungen, so wie sie während der Dauer der Ver 
messung lagen, ausgehändigt. 
Durch die sofortige Abgabe dieser Kartenabzüge nach beendigter Ver 
messung und Prüfung des Materials wird die Zeit bis zur Verarbeitung und 
Veröffentlichung der neuen Seekarten bzw. eines entsprechenden Deckblattes 
der Seekarte überbrückt. Die örtlichen für die Betonnung und Befeuerung 
und für den Lotsendienst verantwortlichen Schiffahrtsstellen werden somit auf 
dem schnellsten Wege von den festgestellten Veränderungen unterrichtet. 
Als weitere Empfänger von solchen und ähnlichen Vermessungsunter 
lagen sind u. a. die Marschenbauämter, verschiedene Forschungsstellen und 
Institute des Wasserbaues und der Küsten- und Binnenfischerei pp.. Fischerei 
gesellschaften. Lotsenstelleu, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Reedereien, 
Landesvermessungsämter zu nennen. 
Insgesamt wurden an diese interessierten Stellen 87 Lichtpausen und 
Photokopien von neuesten Arbeitskarten der Seevermessung des D. H. I. 
abgegeben.
	        
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