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Full text: Jahresbericht 1950

Jahresbericht 
Nr. 5/1950 
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Erneuerung dringend erforderlich ist, so daß sich jetzt 118 Karten in Vorberei 
tung befinden. Diese Zahl stellt jedoch nur den vordringlichsten Bedarf dar. 
Um den Bedarf der Schiffahrt befriedigen und der Notwendigkeit der Erneue 
rung Rechnung tragen zu können, müßten jedoch weit mehr Karten — nämlich 
der größte Teil der zu bearbeitenden 600 Karten — sofort in Angriff genommen 
werden. 
4. Technischer Betrieb 
In allen technischen Gruppen, besonders aber in der Lithographie, in der 
die Auflagedruckplatten der Seekarten auf den neuesten Stand gebracht wer 
den müssen, waren die vorhandenen Kräfte der an Zahl und Umfang ständig 
zunehmenden Arbeit nicht mehr gewachsen. Diesem Mangel wurde zunächst 
mit zahlreichen Überstunden als Notmaßnahme etwas abgeholfen, bis dann 
im September durch die Genehmigung des im allgemeinen Teil bereits erwähn 
ten Vorgriffs-Antrages eine Besserung eintrat. DieFachkräfte der Lithographie 
konnten vermehrt, und auch in der Kupferstecherei und in der Seekarten- 
Druckerei konnten einige neue Fachkräfte eingestellt werden. Wegen der 
Nachfrage nach guten Kräften in der Privatwirtschaft war die Gewinnung 
qualifizierter Fachkräfte zu den Behörden-Tarifen sehr schwierig und bis 
zum Ende des Berichtsjahres noch nicht abgeschlossen. 
Die im Jahresbericht für 1949 geschilderten Schwierigkeiten in der Be 
schaffung geeigneter Umdruckpapiere dauerten an. 
Die Versuche, das Stichbild der Original-Kupferplatten der Seekarten 
durch eine farbaufnahmefähige transparente Zwischenschicht unmittelbar auf 
eine maßhaltige Transparentfolie (etwa Astralon) zu übertragen, wurden fort 
gesetzt. Wenn es gelingt, hier einen brauchbaren Weg zu finden, so wäre 
zunächst eine von dem schwerfälligen, nicht befriedigend maßhaltigen Umdruck 
verfahren unabhängige Möglichkeit der Übertragung des Kartenbildes von der 
Kupferstichplatte auf die Auflagedruckplatte gegeben. Auch die Feinheit des 
Kupferstiches wird hierdurch erhöht werden können. Zum andern bestände 
die Möglichkeit, gegebenenfalls leichter vom Kupferstich abzugehen, wenn die 
Technik Verfahren entwickelt, die gestatten, einen transparenten und maß 
haltigen Originalzeichenträger unbeschränkt fortzuführen. Das hätte den 
großen Vorteil, daß der Original-Träger unmittelbar auf die Auflagedruck 
platte kopiert werden könnte. Die Bedingung der unbegrenzten Fortführ- 
barkeit, die von der Kupferplatte wegen der Möglichkeit der galvanischen Ein 
lagerung der Korrekturstellen erfüllt wird, ist für das Seekartenwerk wegen 
der dauernden zahlreichen und zum Teil umfangreichen Berichtigungen von 
ausschlaggebender Bedeutung. 
Bei der im allgemeinen Teil bereits erwähnten vermehrten Übernahme 
des Drucks von Nautischen Veröffentlichungen anderer Abteilungen des 
Instituts wurde bei der Herstellung der wöchentlich erscheinenden N. f. S. 
gleichzeitig die Möglichkeit ausgenutzt, durch organisatorische Maßnahmen 
zwischen den beteiligten Fachabteilungen I und II des Instituts einen straffen, 
jeden Zeitverlust vermeidenden Arbeitsablauf zu schaffen, um die im Interesse 
der Schiffssicherheit schon lange erstrebte kürzere Frist zwischen Ausgabe- 
und Erscheinungstag der N. f. S. zu erreichen. Die N. f. S. erscheinen dadurch 
ab 1. 1. 1950 bei unverändertem Herausgabetag — dem Sonnabend jeder 
Woche — trotz wesentlich stärkerem Umfangs bereits am darauffolgenden 
Montag und Dienstag, statt, wie bisher, Donnerstag bzw. Freitag. 
Neben den N. f. S. und zahlreichen kleineren Arbeiten wurden im Berichts 
jahr eine Zahl z. T. sehr umfangreicher Veröffentlichungen des Instituts druck 
technisch herausgebracht.
	        
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