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Full text: Jahresbericht 1950

Jahresbericht 
Nr. 5/1950 
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liegenden Strahlen. Die sich auf Bushmills beziehenden Eintragungen in den 
Funkortungskarten „Ostsee“ (D 2650), „Nordsee und Kanal“ (D 2651) und 
„Nordeuropäische Meere“ (D 2660) sowie in der Fischereikarte D 112 FC stimm 
ten daher nicht mehr. Um die Karten trotzdem bis zur Herausgabe berichtigter 
Ausgaben verwendungsfähig zu halten, wurde zu jeder Karte eine Tabelle 
zur Beschickung der empfangenen Zeichen vor dem Eingang in die Karte auf 
gestellt. Später wurden dann die neuen Sektorenleitstrahlen von Bushmills 
und die dazwischenliegenden Strahlen in die drei Funkortungskarten D 2650, 
D 2651 und D 2660 eingerechnet. 
Für die vom Nautischen Funkdienst in gnomonischer Projektion heraus 
gebrachten Übersichtskarten der Consolfunkfeuer Bushmills, Stavanger, Lugo, 
Sevilla und Pioneis wurde das Netz mit den Consolfunkfeuerstellen berechnet. 
Ferner wurde mit den kartennetztechnischen Vorarbeiten für eine Heraus 
gabe der Karte „Island und die Färöer“ (D 251) mit Consolfunkfeuereintragun- 
gen begonnen. 
Die im Jahre 1949 zugleich mit der Funkortungskarte „Deutschland“ in 
Angriff genommenen Berechnungen von Funkortungskarten mit den Peilrosen 
der 8 Funküberwachungsstellen des Fernmelcleteehnischen Zentralamtes der 
Bundespost konnten in diesem Berichtsjahr zu Ende geführt werden. Im 
einzelnen wurden die Peilrosen der Funküberwachung in die Funkortungskarte 
,„Nordeuropäische Meere“ (D 2660) und in je eine Sonderausfertigung der 
früheren Funkortungskarten „Westeuropa“ (D 2673) und „Osteuropa“ (D 2685) 
eingerechnet. 
Für die Neuanfertigung einer Übersichtskarte des derzeitigen Arbeits 
bereiches des Seekartenwerkes wurde die Netzberechnung in der flächentreuen 
Kegelprojektion mit zwei längentreuen Parallelkreisen nach A1 b e r s durch 
geführt. 
Es wurde ein neuer Koordinatograph der Firma DENNEET & PAPE, 
Hamburg, beschafft (Fabrik-Nr. 25 000), der einen Auftragebereich von 
150X200 cm besitzt und damit auch die Auftragearbeiten für die größten 
Seekarten auszuführen gestattet. Das Seekartenwerk hatte vorher den 
Koordinatographen des inzwischen nach Kiel übergesiedelten Landesvermes 
sungsamtes Schleswig-Holstein benutzt, da aus dem Zusammenbruch lediglich 
ein Koordinatograph der Firma ZEISS-AEROTOPOGRAPH (Fabrik-Nr. 94291) 
übriggeblieben ist, der nur das Format 80X80 cm hat. Das D. H. I. ist dem 
Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein für die freundliche Unterstützung 
dankbar. 
3. Kartographie 
Die Kartographie bearbeitete im Jahre 1950 die etwa 600 verschiedenen 
Seekarten des europäischen Raumes in der durch die Anforderungen der 
Schiffahrt, die bekanntgewordenen Veränderungen und die geringe Zahl der 
kartographischen Sachbearbeiter gebotenen Auswahl. 
Die Neumessungen der Vermessungsfahrzeuge des D. H. I. im Jahre 1950, 
deren Auswertung durch das Seekartenwerk stets sofort in Angriff genommen 
wird, betreffen folgende Gebiete (vgl. Tab. 2, S. 25): 
a) Nordsee: Vortrapp-Tief, Westvortrapptief, Eider, Inneneider, Watten 
weg von der Elbe zur Weser, Nordergründe, Weserinseln 
(Langlütjen I und II und Brinkamahof), ferner einige Wege 
karten mit Echolotungen, die während der Forschungsfahrten 
der „Gauss“ in der Nordsee durchgeführt wurden. 
b) Ostsee: Schleimünde, Kieler Hafen und Lübecker Bucht, (Seegebiet 
vor Dahmeshöved).
	        
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