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Full text: Jahresbericht 1951

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Allgemeine Entwicklung des D. H. I. im Jahre 1951 
das D. H. I. entsenden natürlich ebenfalls Angehörige ihrer Dienststellen in 
den Ausschuß. 
ln seiner ersten Sitzung am 27. Oktober 1951 faßte der Ausschuß eine 
Entschließung, die die Notwendigkeit betont, dem D. H. I. die für seine im 
Interesse der Sicherheit der Schiffahrt auszuführenden Arbeiten benötigten 
Mittel ungeschmälert zur Verfügung zu stellen. Vgl. auch S. 9 f. 
Um auch personell den durch den Aufbau der Schiffahrt entstandenen 
erhöhten Forcierungen nachkommen zu können, ist die Aufstellung eines 
Stellenplanes beabsichtigt, der diesen Umständen Redmung trägt und den 
beteiligten Stellen vorgelegt werden soll. 
Der Ausbau des Vermessungs- und Forschungsschiffes „Gauss“ konnte 
inzwischen beendet werden. Darüber hinaus wurde die Ausrüstung des 
Schiffes durch ein Radar-Gerät (Typ COSSOR), einen Decca-Navigator und 
einen Atlas-Echographen letzter Bauart vervollständigt. Aul. 10 und 11 dieses 
Berichts enthalten 2 Radarphotos von „Gauss“ mit dazugehörigen Karten, auf 
denen die Radarsichtanzeigen des Sdiirmbildes durch roten Eindruck kenntlich 
gemacht sind, nach Reduktion der Bilder auf den Kartenmaßstab. 
Der erste Bauabschnitt des neuen Dienstgebäudes wurde planmäßig am 
1. Juli 1951 in Betrieb genommen und anschließend von der Fachbücherei 
des D. H. I. und des Meteorologischen Amtes für Nordwestdeutschlancl bezogen. 
Die Beziehungen zum Ausland erfuhren weiterhin eine erhebliche För 
derung. An der Tagung der Internationalen Union für Geodäsie und Geo 
physik in Brüssel vom 20. August bis 2. September 1951, in der Deutschland 
erneut Mitglied wurde, nahmen der Präsident und ORR. Prof. Errulat 
teil 1 ). 
Im Aufträge der Deutschen Wissenschaftlichen Kommission für Meeres 
forschung beteiligte sich der Präsident auf Grund einer Einladung als Gast 
an der Tagung des Internationalen Rates für Meeresforschung in Amsterdam 
vom 1. bis 9. Oktober 1951 1 2 ). 
Das Vermessungs- und Forschungsschiff „Gauss“ besuchte gelegentlich 
einer Forschungs fahrt im Mai/Juni vorigen Jahres in die südwestliche Nord 
see das Marine-Biologische Institut in Uowestoft in England und fand dort 
eine sehr freundliche Aufnahme. 
Die Maßnahmen zum Wiedereintritt Deutschlands in das Internationale 
Hydrographische Bureau in Monaco wurden auch weiterhin betrieben 3 ). Dieser 
Organisation, deren Hauptziel die Koordinierung der Arbeiten der Hydro 
graphischen Dienste ist, gehören zur Zeit 30 Nationen an. Deutschland erhofft 
eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Nutzen aller Mitglieder. Das D. H. I. 
ist besonders dankbar, daß es durch das Internationale Hydrographische 
Bureau in den letzten Jahren bereits an der Erörterung fachlicher Fragen 
auf internationaler Basis beteiligt wurde, ohne schon die Mitgliedsdiaft zu 
besitzen und daß darüber hinaus auch Arbeiten von Angehörigen des Instituts 
in der Internationalen Hydrographischen Revue veröffentlicht wurden. 
Im Zusammenhang mit den Konferenzen von Brüssel und Amsterdam 
erfreute sich das D. H. I. einer besonders großen Anzahl von Besuchern aus 
aller Welt. 
Wie in den Vorjahren wurden auch für Lehrkräfte und Schüler der See 
fahrtsschulen besondere Kurse bzw. Führungen veranstaltet. Desgleichen 
1) Vgl. D. H. Z., Band 4, Heft 4/5/6. 1951. 
2) Vgl. D. H. Z., Band 4, Heft 4/5/6, 1951, und Rapports et Procès Verbaux, Vol. 131. 
3) Der Eintritt erfolgte am 1. 1. 1952,
	        
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