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Volltext : Jahresbericht 1951

Nautische  Technik

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möglichkeiten  der  Echolote  ausgenutzt:  im  Mai  Erprobung  des  neuen  Atlas-Bandschreibers
  und  Versuche  zur  Ermittlung  der  Meeresbodenbedeckung  mit
Hilfe  von  Ultraschall,  im  Juni  Feststellung  von  Echoschichten  in  der  Nordsee, ­
  Bestimmung  der  Grenzen  von  Gebieten  gleicher  Bodenbedeckung  und
Ermittlung  von  unterseeischen  Sanddünen,  im  September  Kontrolle  der  Tiefen ­
  der  Norwegischen  Rinne  und  Versuche  zum  Wiederfinden  ausgelegter
Strommesser,  im  Dezember  Vergleiche  zwischen  Hand-  und  Echolotungen  in
Abhängigkeit  von  Tiefe  und  Wasserströmung.
Nach  vorbereitenden  Laboratoriumsversuchen  zur  Entwicklung  eines
Tiefgangsmessers  wurde  im  ersten  Jahresdrittel  eine  Versuchsanordnung
auf  VFS.  „Gauss“  erprobt.  Der  Tiefgang  wurde  durch  ein  Mefirohr  erfaßt,
das  mit  dem  Seewasser  unmittelbar  in  Verbindung  steht.  Es  besitzt  eine
Reihe  von  Kontakten,  wobei  jedem  Kontakt  eine  Glimmlampe  als  Anzeigeorgan ­
  zugeordnet  war.  Die  durch  den  Tiefgang  des  Schiffes  veränderliche
Wassersäule  im  Meßrohr  schloß  über  diese  Kontakte  einzelne  Stromkreise,
so  daß  die  zugeordneten  Glimmlampen  aufleuchteten.  Das  beschriebene  Verfahren ­
  mit  Glimmlampenanzeige  war  zwar  sehr  einfach,  erforderte  aber  eine
erhebliche  Anzahl  von  Fernleitungen.
Im  letzten  Jahresdritte'l  war  eine  Versuchsanordnung  erstellt,  die  diesen
Nachteil  vermeidet.  Das  Meßrohr  (als  Geberorgan)  wurde  in  unveränderter
Form  übernommen.  Eine  im  Dezember  durchgefiihrte  Borderprobung  des
Tiefgangsmessers  in  der  jetzigen  Ausführung  ist  erfolgreich  verlaufen.
d)  Verschiedenes
Der  am  Ende  des  vergangenen  Berichtsjahres  begonnene  Bau  von  elektrischen ­
  Impulszählern  zur  Kurzzeitmessung  hoher  Genauigkeit  (10.10— B
sec)  für  Zwecke  des  Dezernats  „Zeitdienst“  wurde  weitergeführt.  Die  Entwicklung ­
  einzelner  Teilgeräte  konnte  abgeschlossen  werden.  Diese  Teilgeräte ­
  wurden  ausschließlich  mit  deutschen  Röhren  bestückt.  Durch  geeignete ­
  Dimensionierung  der  einzelnen  Schaltungen  gelang  es,  die  sichere
Funktion  der  dekadischen  Untersetzer  des  Impulszählers  in  einem  weiten
Bereich  unabhängig  zu  machen  von  den  Schwankungen  der  Betriebsspannungen, ­
  so  daß  deren  Stabilisierung  nicht  notwendig  ist.  Die  Arbeiten  am  vollständigen ­
  Gerat  sind  zur  Zeit  noch  nicht  beendet.
Eine  Reihe  von  Hilfsgeräten  für  den  Gebrauch  in  verschiedenen  Laboratorien ­
  wurden  entworfen  und  selbst  gebaut:  Netzgeräte,  Spezialverstärker,
Freqirenzteiler,  Kathodenstrahloszillograph  nebst  Gleichstromverstärkern.
Ein  Gerät  zur  Kursdifferenzanzeige  und  ein  Gerät  zur  gleichzeitigen
Registrierung  von  Impulsserien  und  des  Kurses  in  einstellbaren  Zeitintervallen ­
  wurde  entworfen  und  der  Bau  der  Institutswerkstatt  übertragen.
Für  die  Laternenprüfstelle  Hamburg  wurde  eine  neue  Schalttafel  mit
verbesserter  Regel-  und  Meßmöglichkeit  für  die  Lampenspannungen  entworfen ­
  und  von  der  Institutswerkstatt  gebaut.
Ferner  wurde  der  Prüfstelle  eine  aus  einem  optischen  Pyrometer  und
einem  Filter-Photoelement  bestehende  Meßanordnung  zur  Messung  der  Farbtemperatur ­
  und  Lichtstärke  von  Wolframlampen  für  Schiffspositionslaternen
übergeben.
Mehrere  an  das  Institut  herangetragene  Erfindungsvorschläge  auf  dem
Gebiet  der  nautischen  Instrumente  wurden  überprüft  und  begutachtet.
Verschiedenen  industriellen  Firmen  wurde  Gelegenheit  gegeben,  auf  Anregung ­
  des  D.  H.  I.  neu  entwickelte  nautisch-technische  Geräte  im  Institutsgebäude ­
  einer  größeren  Anzahl  von  Interessenten  aus  Behörden-  und  Schifffahrtskreisen ­
  vorzustellen.
            
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