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Full text: Jahresbericht 1951

Jahresbericht 
Nr. 6/1951 
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gen, den Durchlaß grnnd für Signalgläser stets für die Farbtemperatur anzu- 
geben, bei der diese Gläser im praktischen Betrieb eingesetzt werden. 
c) Lote, Logge 
Obwohl die auf den Vermessungsfahrzeugen eingebauten Flachlote mit 
Tochteranzeige und Schreibbetrieb (elektrisches Zeitmeßgerät) mit guter 
Meßgenauigkeit (Fehler <C 1 dm) betriebssicher gearbeitet haben, besteht 
der Wunsch, ebenso wie VFS. „Gauss“ auch die Peilboote „Hooge“ und 
„Rüden“ mit modernen Bandschreibern auszurüsten. Während nämlich im 
Schreibbetrieb der Peilboote lediglich die Tiefenkurve — aber auch ge 
legentliche Störungen aus dem Wasser heraus — aufgezeichnet werden und 
eine eindeutige Trennung von echten und falschen Echos wegen der Ver 
wendung von Stromtoren nicht möglich ist, zeichnet der Bandschreiber mit 
stromtorlosem Verstärker alle ankommenden Echos laufzeitgetreu und qua 
litativ auch amplitudenmäßig auf. Die Trennung von Nutz- und Störechos 
ist so ohne Schwierigkeiten möglich. Andererseits wird aber auch das kleine 
und leicht bewegliche Toehterinstrument nach wie vor gewünscht, da es dem 
Vermessungsgruppenleiter eine ausgezeichnete Hilfe in der Schiffsführung 
bietet und ihn vom Platz des Lotanzeigegerätes unabhängig macht. Die Her 
richtung des Bandschreibers für gleichzeitigen Betrieb des Zeitmeßgerätes 
mit Tochteranzeige und schwellwertfreier Aufzeichnung aller Echos aus dem 
durchschallten Wasserraum ist bereits durchkonstruiert und in Fertigung. 
Die bordseitige schaltungsmäßige Vorbereitung ist in Angriff genommen 
und wird bis zum Beginn der nächstjährigen Vermessungsperiode voraus 
sichtlich fertiggestellt sein. 
Zur Erreichung einer der Tochteranzeige entsprechenden Tiefenmeß 
genauigkeit beim Schreiben wurde auf Grund von Weiterentwicklungen des 
auf VFS. „Gauss“ eingesetzten Bandschreibers mit Graphitpapier ein Band 
schreiber umschaltbar für Tiefen 0—20 m, 20—40 m und 40—60 m in Auftrag 
gegeben. Dieser erhält außerdem eine während des Betriebes bedienbare 
Spannungs- und Tourenkontrolle, ferner eine Tastvorrichtung am Platz des 
Auf Schreibers für die Kennzeichnung von für den Vermessungsbetrieb not 
wendigen Markierungen. 
Mit dem Bandschreiber sind während der mehrfachen Forschungsfahrten 
des VFS. „Gauss“ wertvolle Erkenntnisse über den Einsatz des Ultraschall- 
Echolotes als Hilfsmittel der ozeanographischen Forschung gesammelt wor 
den. die ihren Niederschlag in den einschlägigen Fachzeitschriften gefunden 
haben (s. Anhang S. 71), Das Bestreben geht dahin, die mit dem Schreibver 
fahren mögliche qualitative Erfassung des Echos zu erweitern zu einer quan 
titativen Erfassung unter Verwendung der Braun’schen Röhre. 
Nachdem sich die Echolote im Laufe der letzten Jahre bei richtiger Be 
dienung hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Meßgenauigkeit sowie des 
Vorteils der lückenlosen Überwachung der überlaufenen Vermessungsstrecke 
bewährt haben und der Wirkungsgrad der Seevermessung dadurch gestiegen 
ist, besteht die Absicht, auch die Beiboote der Vermessungsgruppen mit Echo 
loten auszustatten; es werden dabei alle auf den größeren Fahrzeugen ge 
machten Erfahrungen verwertet werden, insbesondere die Aufspeicherung 
mittels Bandschreiber. So wird in Kürze ein transportables schreibendes Ver 
messungslot — 80 kHz, Meßbereiche 0—-20, 20—40, 40—60 m, Batterieanschluß 
und Außenbordschwinger — erprobt werden, das bei Bewährung zur allge 
meinen Einführung kommen soll. 
Die Vermessungsfahrten der D. H. I.-Fahrzeuge wurden im Laufe des 
Jahres mehrfach zu Versuchen über Bewährung und weitere Entwicklungs
	        
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