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Full text: Jahresbericht 1951

Nautische Veröffentlichungen und Nautische Nachrichten 
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Neubearbeitung der diesbezüglichen Druckschrift notwendig. Außerdem wurde 
das Heft „Winterbetonnung der deutschen Küstengewässer“ neu herausgegeben. 
Einzelheiten der genannten Veröffentlichungen sind aus der Zusammenstellung 
im Anhang S. 86 ff. ersichtlich. 
Die Arbeit litt unter dem Umstand, daß die im Werkvertrag' beschäf 
tigten nautischen Hilfskräfte mehrfach wechselten und der jeweilige Ersatz 
durch Sachbearbeiter eingewiesen werden mußte. 
3. Schiffswege, Dampferhandbücher, Schiffstagebücher 
Das Dezernat sieht seine wichtigste Aufgabe darin, den Kompromiß 
zwischen dem geographischen kürzesten und dem weiter- und strommäßig 
günstigsten Schiffsweg über See zu finden. Der Mangel an Hilfskräften und 
der Anfall vordringlicher Arbeiten gestattete bisher nicht eine planvolle Durch 
führung dieser Aufgabe. Das Arbeitsgebiet mußte deshalb auf die ein 
schlägigen Beiträge zu Seehandbüchern (Schiffswege, Lotungen und Grund 
beschaffenheit) sowie die Neuherausgabe von Dampferhandbiichern beschränkt 
werden. 
Die „Dampferhandbücher“ sollen in Zukunft als „Ozeanische Handbücher“ 
bezeichnet werden. Das bereits im vorherigen Jahresbericht erwähnte 
„Handbuch des Atlantischen Ozeans“, Band 1, ist in Druck gelegt. Der 
2. Band für den Südatlantischen Ozean ist in Vorbereitung. 
Das Formblatt „Nautischer Bericht“ wurde in Höhe von 800 Stück an 
die Schiffahrt verteilt. Im Dezernat wird eine Statistik über deutsche 
Schiffsreisen geführt. 
Im Austauschverkehr mit ausländischen Instituten konnten rund 30 000 
Strombeobachtungen zur Verfügung gestellt und 14 000 Seegangsbeobaehtuii- 
gen in Lochkartenform empfangen werden. 
4. Nachrichten für Seefahrer und Nautischer Warndienst 
a) Nachrichten für Seefahrer (N-f-S.) 
Die Nachrichten für Seefahrer erschienen in regelmäßiger wöchentlicher 
Folge. Die Auflage betrug zuletzt 1800 Stück. Sie hat sich im Laufe des 
Berichtsjahres um 17 v. H. erhöht. 
Der überseeischen Linienfahrt folgend, wurde der ■ Nachrichtenraum 
um den mittleren Osten und den überseeischen Westen vergrößert. Für 
1952 ist eine weitere Ausdehnung des Nachrichtendienstes vorbereitet. 
Bei jeder Nachricht sind, wie üblich und notwendig, die daraufhin zu 
berichtigenden Seekarten und Seebücher anzuziehen. Wo es infolge des oben 
bereits erwähnten Notstandes an deutschen Veröffentlichungen noch mangelt, 
werden fremdländische angezogen und in dem Maße durch deutsche ersetzt, 
als erstere auf den neuesten Stand gebracht sind. 
Die Vorunterrichtungen über die wichtigsten seefahrtlichen Ereignisse 
im Bereich der deutschen Küsten haben sich auch weiterhin als zweckmäßig 
erwiesen und wurden beibehalten. 
Als Beilage zu den N. f. S. erschienen Angaben über Veränderungen auf 
den Zwangswegen. Es kamen 147 derartiger Bearbeitungen heraus. 
Zur Unterrichtung über die Zwangswege und ihre Betonnung in der 
Nordsee unternahm der Naut. Inspektor Schumann eine achttägige Reise 
auf dem Tonnenleger „Mellum“ des Wasserbauamts Brunsbüttelkoog. 
b) Der Nautische Warndienst 
verlief planmäßig. Es gingen 771 Telegramme ein, die ausgewertet wurden. 
Über die Küstenfunkstellen kamen 604 Seenachrichten und 95 Minenwar
	        
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