van Bebber: Die Hauptwetterlagen in Europa.
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nordwestlichen Winde die Oberhand, und daher die kühle, feuchte und ver-
änderliche Witterung in unseren Sommern. Im Sommer erreicht, wie ich in
einer früheren Abhandlung nachgewiesen habe,‘) die Häufigkeit der Maxima,
welche im Bereiche der Britischen Inseln stationär werden, ihr hohes Maximum.
Daher das häufige Auftreten nordwestlicher und nördlicher Winde mit feucht-
kühler Witterung in unseren Gegenden; jene stationären Maxima sind es, welche
diesen Witterungscharakter oft ganzen Monaten, ja gauzen Jahreszeiten. auf-
drücken.‘ Abweichungen von demselben kommen hauptsächlich dann vor, wenn
ein Hochdruckgebiet über Central-, Nord- oder Osteuropa sich befindet, wie
schon oben auseinander gesetzt wurde.
Nach dem Herbste hin wachsen wieder die Luftdruckunterschiede zwischen
SE und NW, so dafs die Druckvertheilung wieder in die normalen winterlichen
Verhältnisse übergeleitet wird. Die südwestlichen ozeanischen Winde mit ihren
feuchttrüben Witterungserscheinungen gelangen sowohl in Bezug auf Hänfigkeit
als auf Stärke nach und nach wieder zur vollen Herrschaft. Das Wetter nimmt
wieder einen beständigeren Charakter an als im Frühjahr und Sommer und
starke Witterungsumschläge, welche allerdings auch in dieser Jahreszeit zuweilen
vorkommen, werden weniger häufig.
Die Häufigkeit der Wettertypen im Jahre und in der jährlichen
Periode sind durch Tabelle 2 sowie durch die Kurventafel Fig. 14 veranschaulicht
worden.
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Fig. 14. Häufigkeit und mittlere Dauer der Wettertypen in Tagen (1886/95),
1) Vgl. van Bebber: „Häufigkeit und Tiefe der barometrischen Minima sowie Bahnen der
Maxima und stationäre Maxima in dem Zeitraum vom Winter 1883/84 bis Ende Herbst 1887“ in
„Annalen der Hydrogzraphie und Maritimen Meteorologie“, Juni 1894.