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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

van Bebber: Die Hauptwetterlagen in Europa. 
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nordwestlichen Winde die Oberhand, und daher die kühle, feuchte und ver- 
änderliche Witterung in unseren Sommern. Im Sommer erreicht, wie ich in 
einer früheren Abhandlung nachgewiesen habe,‘) die Häufigkeit der Maxima, 
welche im Bereiche der Britischen Inseln stationär werden, ihr hohes Maximum. 
Daher das häufige Auftreten nordwestlicher und nördlicher Winde mit feucht- 
kühler Witterung in unseren Gegenden; jene stationären Maxima sind es, welche 
diesen Witterungscharakter oft ganzen Monaten, ja gauzen Jahreszeiten. auf- 
drücken.‘ Abweichungen von demselben kommen hauptsächlich dann vor, wenn 
ein Hochdruckgebiet über Central-, Nord- oder Osteuropa sich befindet, wie 
schon oben auseinander gesetzt wurde. 
Nach dem Herbste hin wachsen wieder die Luftdruckunterschiede zwischen 
SE und NW, so dafs die Druckvertheilung wieder in die normalen winterlichen 
Verhältnisse übergeleitet wird. Die südwestlichen ozeanischen Winde mit ihren 
feuchttrüben Witterungserscheinungen gelangen sowohl in Bezug auf Hänfigkeit 
als auf Stärke nach und nach wieder zur vollen Herrschaft. Das Wetter nimmt 
wieder einen beständigeren Charakter an als im Frühjahr und Sommer und 
starke Witterungsumschläge, welche allerdings auch in dieser Jahreszeit zuweilen 
vorkommen, werden weniger häufig. 
Die Häufigkeit der Wettertypen im Jahre und in der jährlichen 
Periode sind durch Tabelle 2 sowie durch die Kurventafel Fig. 14 veranschaulicht 
worden. 
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Fig. 14. Häufigkeit und mittlere Dauer der Wettertypen in Tagen (1886/95), 
1) Vgl. van Bebber: „Häufigkeit und Tiefe der barometrischen Minima sowie Bahnen der 
Maxima und stationäre Maxima in dem Zeitraum vom Winter 1883/84 bis Ende Herbst 1887“ in 
„Annalen der Hydrogzraphie und Maritimen Meteorologie“, Juni 1894.
	        
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