Jahresbericht Nr.7/1952
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möglich, ohne Spezialkarten und unabhängig vom Kartenmaßstab mit dem Koppel
gerät zu arbeiten. Das Positionsanzeigegerät wird von der nautischen Indu
strie jetzt serienmäßig hergestellt.
Nach erfolgreichem Verlauf einer Borderprobung des ■Tiefgangsmessers' 1 ^
in labormäßiger Ausführung wurde im ersten Jahresdrittel ein bordverwendungs
fähiges Mustergerät gebaut. Der Tiefgangsmesser besteht aus einem oder zwei
Meßrohren mit Steuergerät und dem Anzeigeteil.. Für die Meßrohre wurde eine
Ausführung aus Hartgummi mit leitenden Graphit-Gummi-Einschlüssen als Elek
troden gewählt. Es handelt sich dabei um ein Material, das sich bereits für
die Belegung von Kreiselkompaßkugeln bewährt hat. Die Länge der Meßrohre
wird der auftretenden maximalen Tiefgangsänderung angepaßt. Normalerweise
sind zwei Meßrohre vorgesehen, und zwar für vorderen und achteren Tiefgang.
Die Tiefgangswerte beider Meßstellen können an dem gemeinsamen Anzeigegerät
durch Umlegen eines Wahlschalters abgelesen werden. Es ist dabei möglich,
die Anzeige auf eine beliebige Zahl von Tochtergeräten zu übertragen.
d) Verschiedenes. Die Arbeiten an den elektronischen Impulszählern zur
Kurzzeitmessung hoher Genauigkeit (lOxlO^sec) für Zwecke des Dezernates
"Zeitdienst" konnten abgeschlossen werden. Der Zusammenbau der einzelnen Tei
le durch die Institutswerkstatt ist so weit fortgeschritten, daß das Gerät
nach Verdrahtung und Erprobung demnächst im laufenden Dienst wird eingesetzt
werden können.
Die im Vorjahr entworfenen Geräte zur Kursdifferenz- und Impulsserien
registrierung wurden von der Werkstatt fertiggestellt und im Rahmen von
Strommessungen der Abteilung IV an Bord von "Gauss” eingesetzt. Dabei hat
Sich gezeigt, daß die Geräte auch für diese Zwecke gut brauchbar sind und
die Arbeiten erheblich erleichtern.
Zur Verbesserung bisher bekannt gewordener Verfahren der Fernübertra
gung von Meßwerten wurden Versuche mit Ringrohrgebern aufgepommen, bei denen
Empfängersysteme mit Weicheisenanker benutzt werden.
Das Kreiselkompaßprüffeld wurde im Dezember vom Freihafengebiet nach dem
Dienstgebäude Alfred Wegener-Weg verlegt. Die Kabelpläne für die Energiever
sorgung der neuen Prüfräume wurden ausgearbeitet.
Auf Antrag verschiedener Firmen der nautischen Geräteindustrie wurden
Untersuchungen an neu entwickelten Geräten und Anlagen durchgeführt; die MKF-
Anlage wurde auf moderne leistungsfähigere Röhren und Photozellen umgestellt.
Mehrere Gutachten, unter anderen für Seeamtsverhandlungen, wurden abge
geben.
Sieben Studierende erledigten in den verschiedenen Laboratorien einen
Teil ihrer vorgesohriebenen Praktikantenzeit.
1) Vgl. Jahresbericht Nr. 6/1951, S. 47.