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Full text: Jahresbericht 1952

- Seite 33 -- 
Gezeiten., Nautische Astronomie, Zeitdienst 
gang der Internationalen Büro-Maschinen-Gesellschaft in München teil. 
Nonharmonische Gezeitengrundwerte sind durch Fourier-Analyse der halb 
monatlichen Ungleichheiten für Cuxhaven und Hamburg neu auf Grund 8-jähriger, 
für 15 weitere Orte des Elbegebiets durch Differenzanalyse 1-jähriger Beob 
achtungen ermittelt worden. In ähnlicher Weise wurden für den Arbeitsaus 
schuß: "Küstenausschuß Nord- und Ostsee" Helgoländer und Cuxhavener Beobach 
tungen der Jahre 1894/95 bearbeitet und zu gegenwärtigen Werten in Beziehung 
gesetzt. Für acht Küstenpegel wurde mit der Herleitung mittlerer Spring- und 
Nipptidenkurven, welche die landessteile für Gewässerkunde, Kiel, in das 
Deutsche Gewässerkündliche Jahrbuch aufzunehmen wünscht, begonnen. 
Für die Deutsche Geodätische Kommission, Deutsches Geodätisches For 
schungsinstitut, sind für 13 Monate stündliche Werte der Nord-, Ost- und Ver- 
tikalkomponente der Gezeitenkräfte bei Berchtesgaden zum Vergleich mit den 
dortigen laufenden Schwerebeobachtungen unter voller Ausnutzung der großen 
Gezeitenrechenmaschine berechnet worden, desgleichen stündliche Werte der 
Vertikalkomponente zur Reduktion der Beobachtungen für das Schwerenetz 1. 
Ordnung der Bundesrepublik im Raum Regensburg-München-Garmisch. Eine weite 
re Zusammenarbeit ist vorgesehen. 
Für die Neuausgabe des "Atlas der Gezeitenströme usw." wurde der neu be 
rechnete Tabellenteil, der für 428 küstennahe Stellen, großenteils getrennt 
für Spring- und Nippverhältnisse, die Werte der Gezeitenstromrichtungen und 
-geschwindigkeiten. von Stunde zu Stunde angibt, im Manuskript fertiggestellt 
und zum Satz gegeben. Gemeinsam mit der Abteilung IV sind ferner die dort be 
arbeiteten 13 Stromkarten sorgfältig mit den Tabellen abgest'immt worden. Die 
Absicht, den Atlas noch im Jahre 1952 herauszubringen, hat sich leider nicht 
verwirklichen lassen. 
Für die Nachträge zu fünf Seehandbüchern (Westindien II. und III. Teil, 
Westküste Afrikas II. Teil, Ostküste Südamerikas I. und II. Teil) sind die 
Angaben über Gezeiten und Gezeitenströme nach Überprüfung der entsprechenden 
Texte in den Büchern bearbeitet worden. 
Die in den Vorjahren begonnene statistische Untersuchung der Windstau- 
Unterschiede entlang der deutschen Nordseeküste fand mit der Bearbeitung 
6-jähriger Beobachtungen aus dem Küstenabschnitt westlich von Cuxhaven ein 
schließlich Helgoland ihren vorläufigen Abschluß. Die erhaltenen Tabellen 
werden mit Erfolg im Windstau- und Sturmflutwarndienst benutzt und demnächst 
in der Deutschen Hydrographischen Zeitschrift veröffentlicht. Ebenfalls ver 
öffentlichungsreif ist die Bearbeitung der Wasserstandsbeobachtungen, die im 
Februar und März 1951 mit 6 Hochseepegeln und 12 Küstenpegeln gewonnen wurden 
und den Verlauf einer Sturmflut in der Deutschen Bucht in 3-stündlichen Kar 
ten mit linien gleichen Windstaus darzustellen gestatteten. 
Gelegentlich der Fahrt, die vom 5. bis 15.8.52 mit "Gauss" in die Nord 
see unternommen wurde, sind Gezeitenbeobachtungen mit Hochseepegeln und mit 
Druckmeßgeräten (Bourdonrohren) ausgeführt worden.
	        
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