accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1952

Meereskunde und Erdmagnetismus 
- Seite 25 - 
achtungen beigebracht, wofür an dieser Stelle besonders gedankt sei. Drei An 
gehörige der Abteilung nahmen regelmäßig am Windstau- und Sturmflutwarndienst 
teil. 
Durch das Ableben des Eegierungsrats Prof. Dr. Otto' P r a t j e , der 
die Meeresgeologie betreute, hat die Abteilung einen schweren Verlust erlit 
ten; das gilt sowohl im Hinblick auf seine, wertvolle und erfolgreiche Tätig 
keit, als auch im Hinblick auf sein vorbildliches persönliches Verhältnis zu 
Kollegen und Mitarbeitern. 
2. Ozeanographie 
Auf den Peuerschiffen der Kord- und Ostsee wurden die Beobachtungen 
fortgeführt, Einzelheiten sind in Tabelle 4 zusammengestellt. Die Druckle 
gung der Feuerschiffsbeobachtungen aus den Jahren 1948' bis 1951 ist zur Zeit 
in Vorbereitung. 
Das Beobachtungsmaterial, das auf den Reisen des vergangenen Sommers 
gesammelt wurde, konnte z.T. aufbereitet und für die Bearbeitung von Atlan 
ten, Karteien usw. verwendet werden. Der ozeanographische Beitrag für das 
Mittelmeer-Handbuch wurde abgeschlossen. Die Karten des Gezeitenstromatlas- 
ses"^ für die Nordsee wurden gemeinsam mit Abt. V als Druckvorlagen im we 
sentlichen fertiggestellt und außerdem eine Kartentafel entworfen, die einen 
Überblick über die Stromgeschwindigkeiten und Stromrichtungen in ihrem zeit 
lichen Verlauf hietet. Die Gezeitenstromatlanten für die ünterelbe und für 
die Weser sind soweit fertiggestellt, daß sie in Druck gegeben werden kön 
nen. 
Von einer größeren Anzahl von 13stündigen Strombeohachtungen wurden die 
Hauptmondtide Mg und die M^-Tide ermittelt. Bei diesen Arbeiten zeigte sich, 
daß die meteorologischen Verhältnisse und der hydrographische Aufhau auf den 
Verlauf der Ströme einen bemerkenswerten Einfluß besitzen. Es wurden Unter 
suchungen über den Zusammenhang zwischen Gezeitenstrom und Gradient- und 
Triftstrom angestellt und die im vergangenen Jahr durohgeführten Ermittlun 
gen der Durchflußmengen von der nordfriesischen Küste verallgemeinert. Es 
konnte festgestellt werden, daß in Gebieten, in denen der Tidenhub gegen die 
Wassertiefe nicht verschwindend gering ist, wie es z.B. in der inneren Deut 
schen Bucht und.in den Wattengebieten der Fall ist, auch hei rein periodi 
schen Änderungen des Wasserstandes und der Stromgeschwindigkeit in den ver 
schiedenen Tiefen ein Wassermassentransport stattfindet. Diese Restströme 
spielen ebenso wie die durch Wind oder Dichteverteilung bedingten Restströ 
me eine Rolle hei Untersuchungen über den Transport von Nährstoffen, Plank 
ton, Fischbrut und, wenn die am Boden auftretenden Stromgeschwindigkeiten 
hinreichend hoch sind, auch für den Sandtransport. Karten mit den Linien 
gleichen Hoohwasserzeitunterschiedes und den Linien gleichen Tidenhubes wur 
den für die Deutsche Bucht entworfen und hieraus Spezialkarten für Zwecke 
der Vermessungsabtexlung des Deutschen Hydrographischen Instituts angefer 
tigt. 
1) Vgl. auch S. 33
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.