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Seevermessung
durch, zur Fortsetzung der im Vorjahre in diesen Gebieten begonnenen meeres-
kundlichen Forschungsarbeiten. Auf diesen Fahrten wurden ca. 6100 km Lotpro-
f-ile abgelaufen, die nach Auswertung und kartographischer Verarbeitung eine
wertvolle Bereicherung der Tiefeneintragungen in den entsprechenden Seekar
ten darstellen.
Wie aus der nebenstehenden Tabelle 2 ersichtlich, beträgt das Gesamter
gebnis der Vermessungstätigkeit fast 8000 km Lotprofile und 16 km Küsten-
und Hafenaufnahmen. Dieses Material wurde in 19 großmaßstäblichen Arbeits
karten kartiert.
Die Wracksuchboote "Atair" und "Wega" arbeiteten in der Nord- und Ost
see und leisteten besonders erfolgreiche Arbeit in der westlichen Ostsee bei
den Vorarbeiten zur Verlegung- des neuen Zwangsweges 1 vom Kiel Feuerschiff
bis zum Fehmarn Belt. Insgesamt konnten von den Booten 35 Wrackpositionen
neu bestimmt werden. Darüber hinaus wurden noch 36 schon früher bestimmte
Yirackpositionen auf Lage und Tiefe neu überprüft bzw. in den Seekarten als
unbekannte Wracke verzeichnete Stellen kontrolliert.
Nach Prüfung des gesamten von den Vermessungsfahrzeugen vorgelegten Ma
terials wurden die Ergebnisse zur weiteren kartographischen und nautischen
Verarbeitung an das Seekartenwerk bzw. an die Abteilung "Nautische Veröffent
lichungen" weitergeleitet.
Von den Wasser- und Schiffahrtsämtern gingen 183 Peilpläne ein, die für
die Seekartenberichtigung bestimmt sind und bei der Planung und Anlage von
Seevermessungsaufgaben wertvolle Hinweise und Unterstützung gaben. Von den
Arbeitskarten der Vermessungsfahrzeuge wurden ca. 110 Lichtpausen angefer
tigt, die auf dem Austauschwege den Wasser- und Schiffahrtsbehörden, Vermes
sungsämtern, Marschenbauämtern, Forschungsstellen u.a. überreicht wurden, um
diesen Stellen unmittelbar nach Abschluß einer Vermessungsaufgabe vom neue
sten Stand der Vermessung Kenntnis"zu geben.
Tabelle 5
Burchie führte Wraekbestiamungen dar Wracksuchgruppe das D.H.I.
Boot
Art der Arbeiten
in der Zeit
von; bis:
Suchgebieta
"Atair"
und
"Wega"
zus.
1 Wrack
suchgruppe
35 neubestimmte Wrackpositionen
£7 erneut notwendige Wracküberprüfungen
früher bestimmter Wracke nach 1945
(Lage, Tiefe, Bergungsfähigkeit)
9 Überprüfungen solcher Wrackpositionen,
die in den Seekarten als gefährliche
Wracke (ohne Tiefenangaben) in Küsten
nahe eingetragen waren oder die in den
N.f.S. als T-Nachrichten bekanntgegeben
wurden.
März
bis
November
<
Elbe-Esbjerg-
Zwangsweg,
Emsmündung,
Außenweser,
Außenjade,
Unterelbe,
westl. Ostsee.
N.
Bemerkung: a) Die Gesamtzahl der seit Mai 1945 von Vermessungsfahrzeugen and Wraeksuch-
booten des D.H.I. bestimmten neuen Wrackpositionen beträgt nunmehr 659,
b) Die Gesamtzahl der obigen Neubestimmungen einschl. der Überprüfungen
schon bekannter Wracke und an Seekartenpositionen beträgt insgesamt 852.