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Full text: Jahresbericht 1952

Jahresbericht Nr.7/1952 
- Seite 14 - 
B, Berichte der Abteilungen 
I. NAUTISCHE BÜCHER UND NAUTISCHE NACHRICHTEN ' 
1. Allgemeines 
Die Gesamtlage hat sich gegenüber der früheren Berichtsjahre nicht we 
sentlich geändert: Der Bedarf der Seeschiffe an nautischen Büchern, insbe 
sondere an Seehandbüchern, ließ sich nach Maßgabe der dafür zur Verfügung 
stehenden Mittel und Kräfte noch immer nicht ausreichend decken. Das ist 
schon in früheren Jahresberichten betont worden. 
Das Bestreben der Abteilung, mit der seefahrtlichen Praxis in enger 
Fühlung zu bleiben, fand seinen Niederschlag in den zunehmenden Eingängen 
von Schiffsberichten, die in der Regel von den Reedereien vermittelt wur 
den, Als äußeres Zeichen der Anerkennung ihrer besonders eifrigen freiwil 
ligen Mitarbeit konnten sechs aktiven Nautikern Buchprämien überreicht wer 
den. 
Die Organisation der "Nautischen Konsulats-Berichte'* begann anzulaufen; 
von den deutschen Auslandsvertretungen gingen wertvolle Unterlagen für die 
Darstellung ausländischer Häfen ein. 
Allen Berichtern, Reedereien und Dienststellen sei für ihre Dienst 
leistungen und .ihre Unterstützung auch an dieser Stelle der Dank des Insti 
tuts ausgesprochen. 
2., Seehandbücher (Shb.~i 
35 Shb. sind nunmehr insgesamt durch Nachträge, Ergänzungen oder Neu 
ausgaben auf den neuesten Stand gebracht. Im Berichtsjahr erschienen 11 
Nachträge einschließlich einer Ergänzung, 2 weitere nautische Druckschrif 
ten sowie 14 Nachdrucke vergriffener Shb.; 2 Neuausgaben sind in Druck ge 
legt 1 ^, 3 weitere geplant. Außerdem ist die Bearbeitung von 17 Shb.-Nach 
trägen beabsichtigt, IT Shb.-Nachdrucke sind vorgesehen. Einzelheiten siehe 
Anhang S. 60. 
Dieses Arbeitsergebnis kann indes nur relativ befriedigen. Der Wieder 
aufbau des Seehandbuchwerks litt nicht allein unter den unzureichenden-säch 
lichen und personellen Mitteln, sondern auch unter der verspäteten Verab 
schiedung des Haushalts. Dadurch wurden die Arbeitsdispositionen gestört, 
was sich zum Teil in einer verspäteten Fertigstellung der von der Schiff 
fahrt dringend geforderten Bücher auswirkte. Neu.errichtete überseeische 
liniendienate können nicht versorgt werden, weil die einschlägigen Bücher 
veraltet sind und die Arbeitskräfte und -mittel zur Neubearbeitung Oder Be 
richtigung fehlen. Auch der Übelstand der vergriffenen Seehandbüeher hielt 
unverändert an, als Folge der Nachkriegszustände; hinzu kam der schnelle 
1) Davon 1 Anfang 1953 bereits erschienen {Nr,'2028: Mittelmeer, II.Teil).
	        
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