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Full text: Jahresbericht 1954

- Seite 43 - 
Nautische Technik 
überlagerungsempfang wurde gleichfalls erprobt. Tiefen von ca. 700 m wurden 
dabei aufgeschrieben bei Verstärkerstufe 8 und schon bei Verstärkerstufe 2 
sicher abgehört. 
Bei den im Herbst d.J. durchgeführten Forschungsfahrten zfim Kattegat, 
Skagerrak und in das Gebiet der südlichen Nordsee wurden LotaufZeichnungen 
des Weges durchgeführt. Gleichzeitig wurden die systematischen Untersuchungen 
der Bodenbedeckung mit Hilfe der Echolotanlage und des Bodengreifers fortge 
führt. Weitere noch nicht abgeschlossene Versuche erstreckten sich auf Ver 
gleiche zwischen Lotanlagen mit Hohrensender bei zeitlich verändertem Sende- 
impuls und Anlagen mit Kondensator-Stoßkreisentladung. 
* d) Ver schiede ne s■ Die Dauererprobung der hier entwickelten dekadischen 
Untersetzer für den elektronischen Kontaktgeber für die Zeitsignalauslösung 
beim Dezernat "Zextdienst" (s. Jahresbericht 8) wurde abgeschlossen. Sie 
bestätigte die sehr weitgehende Unabhängigkeit der Funktion von Betriebs 
spannungsänderungen (Anodenspannung 250 + 150 Volt, Heizspannung zwischen 
4-7 Volt). 
Für ein Fahrzeug der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Aurieh wurde an 
Stelle der bisher von Hand geregelten Kursäusglelch-MES-Anlage eine automa 
tische Regelung entworfen. 
In einem mehrtägigen Kursus wurden Herren einer indonesischen Bauaufsicht 
über die Grundlagen und die Ausführung der elektromagnetischen Kompensierung 
der Magnetkompasse auf Schiffen mit Kursausgleich-MES unterrichtet. 
Zwei Herren des Königlich Meteorologischen Institutes Amsterdam wurden 
ln der Funktion und Handhabung der nach Amsterdam und Rotterdam gelieferten 
Farbglasprüfgeräte unterwiesen. 
Eine Seihe wissenschaftlicher und nautischer Fachleute aus dem Ausland 
besuchten das Dezernat und wurden über Arbeiten und Prüfeinrichtungen auf dem 
Gebiet der nautischen Instrumente unterrichtet. Auch Vertreter des Deutschen 
Amts für Maß und Gewicht erhielten während eines mehrtägigen Besuchs Infor 
mationen über neuere Prüfverfahren und -einrichtungen für Kompasse. 
Weitere Führungen wurden veranstaltet für das Mathematische' Seminar der 
Universität Kiel,-für Hörer des Allgemeinen Vorlesungswesens der Stadt Ham 
burg, für Oberklassen mehrerer wissenschaftlicher Oberschulen sowie für ei 
nen Lehrgang der Seemannschule Priwall. 
Sechs Studierende absolvierten einen Teil ihrer Praktikantenzeit und un 
terstützten das Dezernat durch ihre Mitarbeit bei meßtechnischen Aufgaben. 
Wie im Vorjahr beteiligte sich das Dezernat an Beratungen des Handels- 
schiffsnoymenausschusses, auch war es wiederum vertreten im Fachausschuß 
"Meßwesen auf Schiffen" der Schiffbaütechnisehen Gesellschaft und in der Kom 
mission "Nautische Instrumente" des Ausschusses für die Angelegenheiten des 
D.H.I. im Seeverkehrsbeirat.
	        
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