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Gezeiten, Nautische Astronomie, Zeitdienst
ten wesentlich., der in diesem Jahr lebhaft war.
Gelegentlich der Frequenzumstellung der Consolfunkfeuer Lugo und Sevilla
wurden die ne-uen Leit strahlen und ihre Lage in einigen Karten berechnet. In
Zusammenarbeit mit VIB wurde an der Untersuchung der Ortungsgenauigkeit des
Consol-Funkfeuers Stavanger gearbeitet. Teilweise wurden für die mit dem
Schreibgerät gewonnenen Peilungen die Großkreise errechnet, teilweise wurden
auf Sekunden genaue Schnittpunkttabellen hergestellt. Die Untersuchung der
Verschiedenheit der Ortungsergebnisse nach der deutschen, dänischen und aüd-
ostenglischen DeccakeVte in der Nordsee wurde gemeinsam mit IIA weiterge
führt, ist aber noc.h nicht abgeschlossen.
Wie im Vorjahr würden 6 Hefte der Zeitschrift "Der Seewart" in Zusammen
arbeit mit dem Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes herausgegeben. Er
freulicherweise ist die Zahl der Beiträge von fahrenden Nautikern weiter an
gestiegen. Die Veröffentlichungsreihe über An- und Einsteuerung mit Radar
wird mit dem ersten Heft 1955 abgeschlossen. Neben der deutschen Schiffahrt
interessiert sich auch das Ausland in steigendem Maße für die Zeitschrift.
3. Zeitdienst und Chronometrie
a) Neubau. Der weitere Ausbau sowie die Durchführung des laufenden Zeit
dienstes wurden im Berichtsjahr durch den Umzug aus dem Seemannshaus in den
Neubau der Bundesverkehrsbehörden stark beeinträchtigt.
Nach Freiwerden der für den Zeitdienst bestimmten und seinerzeit durch
Einbau von Kabelkanälen bereits vorbereiteten Räume wurde nach einem vorher
festgelegten Plan mit dem Verlegen der Starkstrom-, Schwachstrom- und Fre- -
quenzleitungen begonnen. Darauf folgte der Aufbau der Gerätegestelle, soweit
diese in der noch laufenden Anlage entbehrlich waren, und die Errichtung der
Antennenanläge. Bei letzterer erteilte die Senderüberwachungsstelle Witts
moor des Nordwestdeutschen Rundfunks wertvollen Rat.
Die zukünftig beabsichtigte elektronische Registrierung aller Kontakte
machte es erforderlich, sämtliche Geräte vor dem Wiederaufbau von der bisher
einadrigen auf zweiadrige (bifilare) Verdrahtung umzustellen und aus dem
gleichen Grunde die Betriebsspannung von bisher 8 Volt auf 24 Volt zu erhö
hen.
Im August konnten die ersten drei Quarzuhren (B, G und H) sowie einige
Hilfs- und Registriergeräte in den neuen Räumen in Betrieb genommen werden,
nachdem auch eine Notstrombatterie mit zugehörigem Umformer im Keller aufge
stellt und angeschlossen war. Im Oktober folgte die erste der beiden Signal
geberanlagen, 'Ihre Verdrahtung war Ende des Jahres fertiggestellt.
Voraussichtlich kann der Zeitdienst Anfang 1955 seine Tätigkeit in den
neuen Räumen aufnehmen; auch dann wird noch eine gewisse Zeit vergehen, bis
sämtliche Geräte ihre Aufgaben betriebssicher erfüllen.