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Full text: Jahresbericht 1954

- Seite 33 - 
Gezeiten, Nautische Astronomie, Gezeiten 
lichkeiten erreichen, wenn man die Beobachtungen zuvor nach ihrer Größe ord 
net und Produkte, die den gleichen Beobachtungswert enthalten, zusammenfaßt. 
In dieser Weise werden jetzt die Analysen für den laufenden Dienst durchge 
führt, bei einer vollständigen Bearbeitung der Hoch- und Niedrigwasser eines 
Orts jeweils 8 Reihen parallel: Die Ungleichheiten in Zeit und Höhe, getrennt 
für die den oberen und unteren Meridiandurchgängen des Mondes zugeordneten 
Hoch- und Niedrigwasser. - Im Berichtsjahr wurden zur Analyse aufbereitet: 
Die beobachteten Hoch- und Niedrigwasserzeiten und -höhen 1935-53 von Cuxha 
ven und Bremerhaven, die Hochwasserzeiten und -höhen 1935-53 von Husum, die 
Hoch- und Niedrigwasserhöhen 1935-53 von Hamburg, ferner im Einvernehmen mit 
dem Rijkswaterstaat, 's-Gravenhage, die-Hoch- und Niedrigwasserzeiten 1934-52 
von Vlissingen. Die Probeanalysen der Hoch- und Niedrigwasserzeiten und -hö 
hen von Cuxhaven (1935-53) und Emden (1931-49) wurden zu Ende geführt. 
Um auch die gewöhnliche harmonische Analyse stündlicher Wasserstände 
nach den Regeln der Ausgleichsrechnung behandeln zu können, waren im Vorjahr 
die Normalgleichungen für die Analyse 7,5-, 15- und 29tägiger Beobachtungen 
aufgestellt und unbestimmt aufgelöst worden. Mit der Aufstellung und unbe 
stimmten Auflösung der Normalgleichungen für die Analyse 369tägiger Beobach 
tungen nach 65 Partialtiden nahmen diese Arbeiten ihren planmäßigen Portgang. 
Der Zeitursprung ist durchgehend, wie auch bei der Analyse der Ungleichhei 
ten, in die Mitte des Beobachtungsintervalls gelegt. Dadurch vermindert sich 
die Auflösungsarbeit, auch die Durchführung der Analysen wird einfacher. 
Neben den verschiedenen Arten harmonischer Konstanten behalten die non 
harmonischen Mittelwerte und halbmonatlichen Ungleichheiten der Hoch- und 
Niedrigwasserhöhen und -intervalle Bedeutung als nautisch und wasserbaulich 
wichtige Merkmale halbtägiger Gezeiten. Sie wurden für 16 Pegelstellen an 
der deutschen Nordseeküste, der Eider, Elbe, Weser und Hunte aus ein- oder 
mehrjährigen Beobachtungen, insbesondere des Jahres 1953, neu bestimmt (ins 
gesamt 282 Pourier-Darstellungen halbmonatlicher Ungleichheiten). Anlaß hier 
zu gab u.a. eine Bitte der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen 
Wasserwirtschaftsverwaltungen, für 49 Pegelstellen die'größtmögliche Hochwas 
serhöhe der astronomischen Gezeiten zu ermitteln. 
Pür die Neuausgabe des Nordsee-Handbuchs, Westlicher Teil, wurden die 
Beiträge über Gezeiten und Gezeitenströme neu bearbeitet, ferner die Beiträ 
ge zum Handbuch des Kanals, I. Teil, überarbeitet und zum Teil neu gefaßt, die 
Beiträge zum Handbuch der Südküste Irlands und des Bristol-Kanals in Arbeit 
genommen. Die Fertigstellung des "Atlas der Gezeitenströme für die Nordsee 
usw." mußte der Arbeitslage wegen und, weil neue Unterlagen Ergänzungen nö 
tig machen, aufgeschoben werden. 
Ein Beitrag zu der von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften'her 
ausgegebenen Neuen Deutschen Biographie gab Veranlassung, der Lebensgeschich 
te von C. Borgen und dessen Anteil an der Entwicklung des früheren Marine-
	        
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