■Verwaltung
die seit langem schwebenden Verhandlungen mit den zuständigen Dienststellen
der Hansestadt Hamburg über ein geeignetes Gelände jetzt abgeschlossen worden.
Das Gelände des ehemaligen Ausfuhrschuppens A erfüllt die Voraussetzungen,
es liegt auf der Nordseite des Elhstroms am Kirchenpauerkai unmittelbar an
den Elbbrücken. Dieses Gelände wird von der Hansestadt Hamburg mit eigenen
Mitteln baulich erschlossen. Es soll nach Möglichkeit Ende 1956 mit dem Bau
begonnen werden.
b) Schiffe, Boote und Kraftfahrzeuge.
1. Vermessungs- und Forschungsschiffe. Mit Ausnahme des VFS "Gauss", das
während der Vermessungsarbeiten in der Nordsee eine leichte Bodenberührung
hatte, sind auch in diesem Jahre keine nennenswerten Schäden an den einge
setzten Schiffen eingetreten.
Als Ersatz für das VS "Rungholt" ist ein Neubau mit den .Abmessungen
30 x. 6,5 x 2,9 m bei der Norderwerft in Hamburg in Auftrag gegeben worden.
2. Boote und Kraftfahrzeuge. Der zahlenmäßige Bestand an Booten und Kraftfahr
zeugen hat sich nicht geändert.
c) Versuchswerkstatt. Die Tätigkeit der Werkstatt war.im Berichtsjahr
vornehmlich auf die Verbesserung und Instandsetzung ozeanographisoher Geräte
ausgerichtet. Diese Geräte kamen im wesentlichen bei den Eorschungsfährten des
VES "Gauss" und des EFS "Anton Dohrn" zum Einsatz sowie bei Vermessungsarbei
ten des Wasser- und Schiffahrtsamtes Tönning und an der Küste von. El Salvador.
Die bereits im Vorjahre begonnene Entwicklung eines unmagnetischen Schlepp
körpers für erdmagnetische Seevermessung wurde mit Erfolg abgeschlossen.
Die im Vorjahr fertiggestellte große KompaßprüfSchaukel wurde mit einem
pneumatischen Antrieb versehen. Eine weitere KompaßprüfSchaukel für eine Be
lastung von' 50 kg zur Verwendung in den Außendienststellen steht vor der Voll
endung. Eür das Kreiselprüffeld wurde ein Rrüftisch für Vertikal-Rüttelbewe-
gungen entwickelt“ und hergestellt sowie eine fahrbare Hebevorrichtung zum
Aufsetzen der Muttexkompasse auf die Brüftisohe und ein Neigungsmesser für
Kreiselsysteme.
Die unzureichende elektrische Kontaktübertraguhg an der Kabelwinde für
D-Messtmgen ist durch Einbau von Silberkohle-Schleifkontakten behoben. Mit
der Konstruktion einer neuen Kabelwinde für 500 m Kabel wurde begonnen.
Zur fortlaufenden und automatischen Registrierung der Meßwerte von Bifi-
larstrommessern sind 3 Druckwerke konstruktiv’entwickelt und befinden sich
in der Ausführung.
An neuen Geräten wurden u.a. hergestellt:
3 Auswertegeräte für Echogrammstreifen;
1 Auswertegerät für Druckregistrierungen;
3 D-Geräte mit Meßeinsätzen;
1 D-Gerät für Schornsteinbau;
4 Laternanprüftafeln;
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