Jahresbericht Яг.10/1955
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Jartur M Abschluß. Die all3ährliehen Vorausberechnungen für einige hydro
graphische Dienste des Auslandes, hauptsächlich Berechnungen von stündlichen:
Wasserständem und von G-szeitehstreaen, nahmen etwas an Umfang zu, außerdem
waren mit der Maschine 26 Mönatskurven zu zeichnen., die im Band II der Se~
zeitentäfein wiedergegebsn sind und die Gezeitenfoimen an. den neu. aufgenom-
menen Besugsorten. veranschaulichen.
Wie bisher stellten, die Wasser- und Schiffährts—, Wasserwirtschafts-
und Hafenverwältungen des deutschen .Kilstenbsreiehs ihre WasserStaads- und
Sirümbeöbaehtungen nach Bedarf zur Verfügung. Von etwa 95 Pegeln des Gezei
tengebiets wurden die Hoch- Und Biedrigwaseerbeebaehtimgan fortlaufend ge
sammelt, dabei die PegelaufZeichnungen zum feil mit den Aufsichtsbehörden
gemeinsam., ausgewertet, sonst deren WasserstandsÜsten verwendet. Der mittle
re Wasserstand am Pegel Cuxhaven wurde weiter aus Ablesungen stündlicher Was
serstände bestimmt. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde untersuchte die lang
fristigen Bewegungen der Bohrfestpunkte in der Umgebung dieses Pegels; da
nach konnten die mittleren Wasserstäade der Jahre 1938-54 auf einen einheit
lichen Horizont bezogen werden.
Zahlreiche .Auskünfte und Gutachten, über Gezeiten und Gegeitenströme
Waren an Schiffahrtskreise, Seeämter, Gerichte und Privatpersonen zu erteilen,
b) Windstau- und Stüraflutwamdienat. Bin fernpegel der Firma Hagenuk,
der die Waas erstände von Cuxhaven und Hamburg im DienstZimmer aufzeichnet,
wurde wie vorgesehen ia Januar in Betrieb genommen. Der dadurch entbehrlich
gewordene Pegelbeobachier Cuxhaven ist seit dem 1. Februar 1955 beim Zeit-
dienst.in'Hamburg eingesetzt ; die Wartung des Cuxhavener Pegels und etwa
erforderlichen Seidienat übernahm die AuSendienststelle des Instituts» lat
übrigen wurde der Windstau- und Sturmflutwarndianst wie bisher Unter wette-r-
kundlicher Beratung, durch den Deutschen Wetterdienst, Seewetteramt, und. mit/
personeller Unterstützung seitens der Abteilung XV durchgeführt. Die Vorher
sagen der Höchwasserstände an der deutschen Uordseeküste, bei Emden, Bremen
und Hamburg wurden regelmäßig vom Hordwestdeutschen Rundfunk im. Anschluß an
die Hachrichtensendtmgen gegen 09 und 22 Uhr verbreitet, "Sturmflutwarnungen"
außerdem durch Posttelegramme und (im Hamburger Bereich) fernmündlich an ei
nen festen Empfängerkreis von 140 Behörden und Firmen. Die fernmündliche, Be
nachrichtigung der Hamburger Empfänger erfolgt seit dem 1, Oktober 1955 durch
den Pernsprach-Auftragsdienst der Post. Im Berichtsjahr wurden über den Rund
funk 27, telegraphisch und telephonisch 1625 "Stürmflutwarnungen" und "War
ntangen an die Schiffahrt" ausgegeben. Außerdem erhielten einige Ämter tele
graphische Vorhersagen stärker' erhöhter Hiedrigwasser oder .stärker ernied
rigter Hochwascer. Seit, dem 1.10.1955 hat die Bundespost im Fernsprech-Son-
derdienst Hamburg versuchsweise eine neüe Rufnummer (.4162) mit der Bezeich
nung ."Gezeiten, Sturmflutwarnungen" eingeführt; unter gewöhnlichen Umständen
werden die vorausberechneten Hoch- und Hiedrigwässerzeiten von Hamburg und