Jahresbericht Nr.11/1956
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A. Allgemeiner Bericht
I. DAS DEUTSCHE HYDROGRAPHISCHE INSTITUT IM JAHRE 1956
Die allgemeine Situation für das Deutsche Hydrographische Institut ist
gegenüber dem Vorjahre nicht günstiger geworden. Bei annähernd gleichbleibenden
laufenden Haushaltsmitteln für die Sachgebiete gibt der Personalstand zu
Besorgnissen Anlaß. Die im Verhältnis zu den wachsenden Anforderungen an sich
knapp bemessene Zahl der Mitarbeiter wurde durch Abwanderung, Einberufung, Pensionierung
und eine nicht unerhebliche Anzahl langdauernder Erkrankungen weiter
geschwächt. Die hierdurch entstandenen Ausfälle konnten nur zum Teil durch
neu eingestellte Hilfskräfte, die einer längeren Einarbeitungszeit bedürfen,
aufgefangen werden. Für' die betroffenen Abteilungen betrug der Verlust ungefähr
14 %.
Es gelang, die Nautischen Veröffentlichungen trotz der oben genannten
Gründe mit der gewohnten Regelmäßigkeit herauszugeben. Bei dem von diesen Ereignissen
am stärksten betroffenen Seehandbuchwerk wurden jedoch fühlbare Verzögerungen
in der Herausgabe von Neuauflagen und Nachträgen unvermeidlich. Es
wird versucht, diesen Rückstand im kommenden Jahr wieder aufzuholen.
Herausgegeben wurde ein Seehandbuch in neuer Auflage, ein weiteres befindet
sich im Druck. Bei 12 anderen Seehandbüchern wurden veraltete Nachträge
durch neue ersetzt. Ebenfalls in neuer Auflage erschienen die Schriften "Minengefährdete
Gebiete” (alle Meere umfassend), "Minengefahr und Zwangswege in der
Nordsee" und "Winterbetonnung der deutschen Küstengewässer 1956/57".
Für die nahezu vergriffenen Monatskarten des Nordatlantischen Ozeans befindet
sich ein Nachdruck in Vorbereitung, der kleinere Berichtigungen enthält.
Die ebenfalls vergriffenen Monatskarten und das Dampferhandbuch für den Indischen
Ozean werden zusammen mit dem Seewetteramt völlig neu bearbeitet.
Die wöchentliche Auflage der -"Nachrichten für Seefahrer" mit ihren Anlagen
"Zwangswege" und "Deckblätter zum Deuchtfeuerverzeichnis" mußte, um mit
dem Wiederaufbau der Schiffahrt Schritt zu halten, erneut um 350 auf 2 950
Exemplare erhöht werden. Daneben verbreitete der Nautische Warndienst zahlreiche
dringliche Nachrichten über die Küstenfunkstellen oder den Rundfunk.
Alle im Vorjahre herausgegebenen Bände des Deuchtfeuerverzeichnisses wurden
wieder nach einjähriger Laufzeit durch Neuauflagen ersetzt. Aus den bisher
noch nicht erfaßten Gebieten ist Teil X (Westseite des Stillen Ozeans) in Bear^
beitung und wird voraussichtlich Anfang 1957 erscheinen.
Der in Ringbuchform vorliegende Nautische Funkdienst fand so regen Absatz,
daß alle 4 Bände neu gedruckt werden mußten. Die Besitzer älterer Ausgaben wer-+)
Erschienen im April 1957.