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Full text: Jahresbericht 1956

Jahresbericht Hr. 11/1956 
Seite 44 - 
selkompaßanlagen und eine MKf-Anlage wurden aüfgearb.eitet, geprüft und an Bord 
btmdeseigener Schiffe eingebaut, Bordreparaturen von Kreiselkompaß- yiid MKF-An- 
lagen an Bord bundeseigener Schiffe wurden in 69 fällen ausgeführt. 
Im Aufträge der Bundesmarine wurde eine Plath-Kreiselkompaßanläge (Typ 0} 
auf einem B-Boot und eine Anschütz-Kreiselkompaßanlage (Typ Junior) auf einem 
S-Boot eingehend erprobt. 
Auf YFS "Gauss" wurde ein als Beservesteuerkompaß verwendeter Magnetkompaß 
mit Spiegelübertragung neu aufgestellt und mit Kompensierspulen zur elektri 
schen Kompensierung des ¡Einflusses von Grund- und Kursausgleieh-MES versehen. 
für die von der Typungsstelle der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Hamburg 
betriebene .Entwicklung eines tragbaren ¡Funksprechgerätes für den Eotsendienst 
wurden verschiedene Kleinlautsprecher hinsichtlich ihres Störeinflusses auf den 
Magnetkompaß bei verschiedenen Feldstärken untersucht, wobei auch der Einfluß 
der Abschirmhauben aus Weicheisen zur Herabsetzung des benötigten Schutzabstan 
des geprüft wurde. 
b) Astronomische und optische Geräte. Zur Festlegung der Parbgrenzen für 
blaue Signalgläser, die in der Binnenschiffahrt Verwendung finden, wurden die 
erforderlichen Vorarbeiten geleistet. Von 12 Mustergläsern der Glaswerke Dr. 
Genthe u. Go., Goslar, wurden die farhmaßzahlen und Durchlässigkeiten nach dem 
Spektralverfahren bestimmt. Bei einer Farbtemperatur von 2 360° K ergaben sich 
Durchlässigkeiten von 3,5 bis 8 %, die jedoch nur auf Grund völlig unzureichen^- 
der Sättigung erzielt wurden. Hur zwei Gläser lagen bei dieser Farbtemperatur 
innerhalb des von der IBK empfohlenen blauen Signalbereiches C, während sie in 
Verbindung mit Petroleumlampen (T^~ 2000°K) auch noch als unbrauchbar ausschie 
den. Die Erhöhung der Sättigung könnte mit tragbaren Mitteln nur durch eine Er 
höhung der Farbstoffkonzentration bei gleichzeitiger Verminderung der Durchläs 
sigkeit erzielt werden. Auch bei einer Herabsetzung der Durchlässigkeit bis auf 
etwa 1 %, bei der die Forderungen bezüglich des Farbtons und der Sättigung gut 
erfüllt werden könnten, kann eine Tragweite von 200 m nach rechnerischen Über 
legungen noch gut erreicht werden. Es wurden jedoch noch Tragweitenversuche mit 
Gläsern verschiedener Durchlässigkeiten zwischen 1 und 8 % vorbereitet, um- die 
Bedenken der Benutzer zu zerstreuen, die zur Zeit noch schlechtere helle Gläser 
den guten dunkleren vorziehen. 
Für eine genaue Messung blauer Gläser im Farbglasprüfgerät wird die -zusätz 
liche Verwendung eines vierten Meßfilters zur Bestimmung des kurzwelligen Tei 
les des Hormfarbwertea X notwendig. Bei dem bisher verwendeten Dreifiltermeßver 
fahren, bei dem der kurzwellige Teil des Hormfarbwertes X mit dem 5 X -Filter 
gemessen wird, -ergibt sich für das Verhältnis für alle Gläser mit be 
liebiger spektraler Durchlässigkeit bei einer bestimmten Farbtemperatur stets 
der gleiche konstante Wert. Dagegen haben insbesondere blaue Gläser, deren 
Durchlässigkeitsbereich im wesentlichen zwischen 400 und 500 nm liegt, für die 
ses Verhältnis abweichende und unterschiedliche Werte, wie es auch durch die
	        
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