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Seevermessung und nautische Geodäsie
in der westlichen Ostsee 7 Küstenansichten und Vertoonungen angefertigt.
Hach Abschluß der Vermessungsperiode wurde VS "Hooge" auf Antrag der Was
ser- und Schiffahrtsdirektion Aurich 4 Wochen lang für dringliche Beilarbeiten
im Hauptfahrwasser der Jade eingesetzt.
WS "Gauss" unternahm тот 17.7. bis 7.9. eine Vermessvingsfahrt in die Ge
wässer zwischen Island und Grönland, die der Beschaffung von Unterlagen für die
geplante Neuausgabe einer Bischereikarte im Maßstab 1 : 1 000 000 топ der Umge
bung Islands diente. Das Vermessungsgebiet erstreckte sich bei einer durch
schnittlichen Breite топ 50 sm in etwa südwestlicher Richtung von rd. 67°50' N
und 23°30' W - nördlich des Gammellochs - über die Anton Dohrn-Bahk bis zur süd
lichen Begrenzung des Rangplatzes Angmagssalik - rd, 63°50' N und 37° W; die Ge
samtlänge der abgelaufenen botungslinien betrug 9 260 km. Die Schiffsorte wurden
überwiegend astronomisch bestimmt. In Verbindung mit der Vermessung wurde ferner
die Möglichkeit und Zuverlässigkeit von Doran- und Consol-Ortungen für einen et
waigen Einsatz dieser Bunknavigations-Hilfsmittel in jenen Gebieten erprobt.
VBS "Gauss" lief auf dieser Bahrt Reykjavik/Island zu einem mehrtägigen Besuch
an, der Gelegenheit zur Aufnahme von Verbindungen mit isländischen Bachinstitu
ten bot.
Außerdem führte VES "Gauss" 8 Borschungs- und Versuchsfahrten für' funktech
nische Untersuchungen und Baumusterprüfungen, Erprobungen nautisch-technischer
Geräte, ozeanographische und geologische Zwecke und erdmagnetische Versuchsmes
sungen durch. Auf diesen Bahrten wurden insgesamt rd. 12 875 km zurückgelegt.
Die beiden Wracksuchfahrzeuge arbeiteten vorwiegend auf den im näheren Kü
stenbereich liegenden Zwangswegen, im Bereich der Flußmündungen und in den Ver
messungsgebieten. Dabei stellten sie in der Word- und Ostsee 11 neue Wrackposi
tionen fest und überprüften 44 bereits schon früher bestimmte Wracke auf Lage,
Zustand und Tiefe.
3. Nautische Geodäsie
Die Arbeiten des Dezernats "Nautische Geodäsie" erstreckten sich fast aus
schließlich auf Berechnungen für Decca-Vermessungen der Vermessungsschiffe und
funktechnische Untersuchungen der Abteilung "Nautische Technik".
Für die erstmalig mit Hilfe des Decca-Verfahrens durchzuführende Vermes
sung des äußeren Seegebiets vor den Inseln Juist bis Wangerooge wurden die Dec-
ca-Hyperbeln (deutsche und dänische Kette) in das Gauss-Krüger-Netz der Arbeits
karte eingerechnet.
Die Untersuchung der Brauchbarkeit der Loran-Ortungen in den isländischen
Gewässern erforderte die Berechnung der Loran-Hyperbeln für die beiden Sender
paare der Nordostatlantik-Kette (1L5 und 116), der Nordwestatlantik-Kette (1L3
und 1L4) und der Baffin-Kette (1L1 und 1L7) zur Eintragung in eine besondere
Arbeitskarte 1 : 600 000, da die zur Verfügung stehenden kleinmaßstäblichen
Seekarten mit Hyperbeleindruck nicht ausreichten. Neben den während der Bahrt