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Nautische Bücher und nautische Nachrichten
fizierten Kräften in "besser dotierte Stellungen außerhalb des Instituts nicht
erreicht werden.
3. Schiffswege, Ozeanhandbücher, Schiffstagebücher
Aus nahezu 800 Schiffstagebüchern und eingegangenen Berichten wurden An
gaben über die Reisewege deutscher Schiffe entnommen. Bas Material diente z.T.
als Grundlage für die Bearbeitung der Abschnitte Schiffswege, Lotungen und
Funknavigation in-je 2 Seehandbüchern und Nachträgen.
Bie Arbeiten an der Neuauflage des Handbuchs für den Indischen Ozean wur
den planmäßig weitergeführt und hierbei -etwa 14 000 Besteckversetzungen aus
meteorologischen Tagebüchern aufbereitet, die auch für die geplante Neubear
beitung der Monatskarten für den Indischen Ozean benötigt werden.
Ein berichtigter Nachdruck der vergriffenen Monatskarten für den Nordat
lantischen Ozean ist in Arbeit. Bie Karten werden im laufe des Jahres zunächst
einzeln gedruckt und nach Fertigstellung aller Karten auch als Atlas gebunden
wieder zur Verfügung stehen. Om das Kartenbild klarer zu gestalten und einem
schnellen Veralten des Werks vorzubeugen, wurden die Linien gleicher Mißweisung
nicht mehr aufgenommen.
4. Nachrichten für Seefahrer und Nautischer Warndienst
a) Die Nachrichten für Seefahrer erschienen in wöchentlicher Folge und
brachten insgesamt etwa 5 000 Nachrichten und Bekanntmachungen. Außer den re
gelmäßig beiliegenden Deckblättern zum Leuchtfeuerverzeichnis und Listen der
Berichtigungen deutscher Seekarten wurden der Zeitschrift 169 Einzelanweisun
gen für das Befahren der Zwangswege, ein Verzeichnis dieser Wege und eine Zu
sammenstellung der minengefährdeten Gebiete aller Meere mit 7 Übersichtskar
ten beigefügt. Bie Auflage mußte im Laufe des Jahres um weitere 350 Exemplare
auf 2 950 erhöht werden.
b) Der Nautische Warndienst stand weiterhin ununterbrochen in Bereitschaft
und hat insgesamt 1 015 Nachrichten bearbeitet. Um die Zeitspanne zwischen dem
Eintritt von Störungen an der deutschen Beoca-Kette und der Ausstrahlung der
Warnnachricht über die Küstenfunkstellen zu verringern, werden diese Nachrich
ten seit dem 1.8.1956 direkt von der Leitstelle der Kette in Madfeld an die Kü
stenfunkstelle Norddeich gegeben und dem DHI erst nach Ausstrahlung übermittelt.
Aus dem gleichen Anlaß wurde die Übermittlung von Seenachrichten an die briti
sche Admiralität von Luftpost auf Fernschreiber umgestellt.
Es wurden bekanntgegeben:
1) über die Küstenfunkstellen 723 'Seenachrichten, 10 Minenwarnungen und
69 Meldungen über Störungen an der deutschen Decca-Kette (1.1. -
31.7.1956),
2) über den Norddeutschen Rundfunk 1 247 Einzeldurchsagen für die Küsten
schiff ahrt,