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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1918, 
8 8. Es wurde schon mehrfach erwähnt, daß sämtliche bisher erwähnten 
Versuche nur in einer Stellung (siehe Fig. 2) ausgeführt sind. Die Gründe, die 
hierzu geführt haben, mögen jetzt (wieder an. dem gleichen Modell) erläutert werden. 
Unter allen Lagen, die der Zylinder im Felde einnehmen kann, sind zwei ausgezeichnet. 
Deren eine ist die, welche Fig. 2 angibt; die andere steht senkrecht zu ihr und tritt 
dann ein, wenn die Kraftlinien die Zylinderachse im rechten Winkel schneiden, wie 
Fig. 6 im Achsenschnitt zeigt. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß in einer dieser 
beiden Lagen der magnetische Schutz am größten, in der ‚anderen am kleinsten 
sein muß. Von praktischer Wichtigkeit ist nur die letztere: genügt der Schutz für 
diese, so ist das gleiche für alle übrigen Stellungen in höherem Maße der Fall. — 
Es zeigt sich nun, daß das kleinste Schutzverhältnis für die Lage anftritt, in 
der die früheren Versuche stattfanden. Als Beispiel diene wieder das auf 3mm abge- 
drehte schmiedeiserne Zylindermodell. Fig. 7 gibt die an dem geschlossenen Gehäuse 
vorgenommenen. Messungen wieder, Da die Ausschläge des ballistischen Galvano- 
meters dem tatsächlich vorhandenen Felde proportional sind, so sind der Einfach- 
heit halber die Angaben des Instruments in Skalenteilen als Funktion der äußeren 
Fe 
I 
350 
30 
X 
30 
250 
3 
140 
Tr 
© 250 
3 200 
s 
CA 
BO. 
= 
Achsenschnitt, Feld lotrecht Achse, 
Zur Erläuterung der Bemerkungen in $ 4 ist die 
ballistische Spule s perspektivisch eingezeichnet. 
2 4 6 38 10 12 
— E.M.E. (äußeres Feld). 
Wandstärke des Modells 3 mm. 
2 4 6 38 1012 
—> E.M.E. (äußeres Feld). 
Wandstärke des Modells 3 mm. 
Die Ordinate ist anders geteilt als 
in Fig. 7, daher schließt a hier mit 
der Ordinate einen anderen Winke) 
ein als dort. 
(störenden) Feldstärken aufgetragen. Die Kurve a zeigt die Ausschläge des Gal- 
vanometers im natürlichen Felde. Sie ist geradlinig, weil die Ablenkungen gleich- 
mäßig mit dem Feld zunehmen. Die Linie bricht vorzeitig ab, da die Ablesungen 
infolge der Größe der Ausschläge bald unmöglich wurden. Kurve b zeigt die Angaben 
des Galvanometers in der Zylinderstellung Fig. 2, Kurve c dieselben in der Zylinder- 
stellung Fig. 6. Je größer die Ausschläge, desto kleiner sind die 
Dämpfungen, d. h. also um so niedriger wird das Schutzverhältnis. 
Danach ist in Lage der Fig. 6 der Schutz am größten, in Fig. 2 am 
kleinsten: Der Zylinder bietet Kraftlinien, die ihn senkrecht zu seiner 
Achse durchsetzen, den größten, und demnach Kraftlinien, die ihn 
parallel seiner Achse schneiden, den kleinsten Widerstand. Eine Angabe 
der absoluten Größe der Schutzfaktoren in Lage Fig. 6 ist nur von theoretischem 
Interesse;. sie ist aus der Fig. 7 ohne ‚weiteres zu ermitteln, indem man die 
Skalenteile a durch die Skalenteile c dividiert. Zu den Kurven b und c ist noch 
zu bemerken, daß ihr nicht geradliniger Verlauf mit der Abhängigkeit der 
Permeabilität des Eisens vom Felde zusammenhängt. — 
8 9. Nach den Resultaten des vorstehenden Paragraphen läßt sich vermuten, 
daß auch ein einseitig offener Zylinder in der „Lage größten Schutzes‘“ einen größeren 
Schutzfaktor haben wird als in der Lage „kleinsten Schutzes‘. Das ist in der Tat 
der Fall, wie Fig. 8 zeigt. Es sind wiederum die Skalenteile als Funktion der Feld- 
stärken aufgetragen, auch die. übrigen Versuchsbedingungen gleichen denen in 
Fig. 7. Wie dort ist auch hier a die „natürliche“ Kurve. k ist die Dämpfungskurve 
in der Lage „kleinsten Schutzes‘, g diejenige in‘ der Lage „größten Schutzes“, der 
Unterschied ist sehr beträchtlich! Um einen direkten Vergleich zwischen beiden 
Lagen noch besser zu ermöglichen, seien auch einige Zahlen mitgeteilt. Bei einer
	        
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