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Nautische Technik
2. Funktechnische Hilfsmittel der Navigation
a) Typenprüfung und Einzelprüfung von Ortungsfunkanlagen. Die Baumuster
prüfungen топ Ortungsfunkanlagen wurden in Zusammenarbeit mit dem Fernmelde
technischen Zentralamt der Deutschen Bundespost fortgesetzt. Zur Baumuster
prüfung wurden drei Peilfunkanlagen angemeldet:
1. Drehrahmen-Kleinpeiler MO 25 der dänischen Firma Mads Olesen,
Esbjerg (Vertreter für die Bundesrepublik Deutschland: Kpt. M. Stutz
(OHG), Brake/Unterweser),
2. Drehrahmenpeiler mit Empfänger Type NAPM-21 der Firma Svenska Aktie-
bolaget Gasaccumulator, Stockholm-Lindingö,
3. Goniometer-Feilfuhkanlage mit Empfänger Type NAPM-l der gleichen
Firma (Vertreter für die Bundesrepublik Deutschland: Eadio-Scandia
G.m.b.H., Hamburg).
Die Hadaranlage Decca 214 wurde als erste Ortungsfunkanlage auch für
Binnenschiffe zugelassen und konnte somit dank ihres guten Auflösungsvermö
gens und der Nahauflösung von 15 m ihrem Entwickiungszweck entsprechend als
Flußradargerät eingesetzt werden.
Für eine auf dem Fährschiff “Schulau" der Lühe-Schulau-Fähre G.m.b.H.
eingebaute dänische Hadaranlage Terma-Pilot der Firma Terma A.S., Aarhus,
konnte nach Durchführung einer Einsatzerprobung eine vorläufige Zulassung
für den vorgesehenen Einsatzzweck erteilt vrerden. Die größere Anlage der
gleichen Firma, die Type Terma IB, wurde vorläufig nur für den Einsatz auf
fünf damit ausgerüsteten Schiffen freigegeben, nachdem auch für diese Anlage
durch eine praktische Einsatzerprobung die wichtigsten Forderungen als er
füllt angesehen werden konnten. ■ •
Da die Typenzulassung der Ortungsfunkanlagen - mit Ausnahme der Peil-
funkanlagen - federführend dem. D.H.I. übertragen werden soll, wurden die Tech
nischen Vorschriften für Eadaranlagen für Seeschiffe und für Binnenschiffe
mit dem FTZ und der Industrie abgestimmt; sie liegen nunmehr als Entwurf den
zuständigen Stellen vor.
Die nach der Funksicherheitsverordnung für die Zulassung vorgeschriebe
nen Abnahme- und Nachprüfungen konnten wegen Personalumstellung bisher nur in
beschränktem Umfang durchgeführt werden. Mit Beginn des Jahres 1958 sollen
zunächst alle Neubauten erfaßt werden.
b) Consol. Die nähere Untersuchung einiger Betriebsmerkmale an den Con
sol-Funkfeuern hat ergeben, daß von der betrieblichen Seite her eine weitere
Vereinheitlichung des Tastbildes notwendig ist und auch in der Praxis durch
geführt werden kann. Dieses würde zu einer Verminderung des apparativen Auf
wandes für den Zähler führen. Weitere Vereinfachungen des Zählers können
durch Aufgabe des bisher angestrebten vollautomatischen Prinzips erreicht
werden, wodurch sich nunmehr auch die Möglichkeit ergibt, den Consol-Zähler