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Full text: Jahresbericht 1957

- Seite 45 
Nautische Technik 
2. Funktechnische Hilfsmittel der Navigation 
a) Typenprüfung und Einzelprüfung von Ortungsfunkanlagen. Die Baumuster 
prüfungen топ Ortungsfunkanlagen wurden in Zusammenarbeit mit dem Fernmelde 
technischen Zentralamt der Deutschen Bundespost fortgesetzt. Zur Baumuster 
prüfung wurden drei Peilfunkanlagen angemeldet: 
1. Drehrahmen-Kleinpeiler MO 25 der dänischen Firma Mads Olesen, 
Esbjerg (Vertreter für die Bundesrepublik Deutschland: Kpt. M. Stutz 
(OHG), Brake/Unterweser), 
2. Drehrahmenpeiler mit Empfänger Type NAPM-21 der Firma Svenska Aktie- 
bolaget Gasaccumulator, Stockholm-Lindingö, 
3. Goniometer-Feilfuhkanlage mit Empfänger Type NAPM-l der gleichen 
Firma (Vertreter für die Bundesrepublik Deutschland: Eadio-Scandia 
G.m.b.H., Hamburg). 
Die Hadaranlage Decca 214 wurde als erste Ortungsfunkanlage auch für 
Binnenschiffe zugelassen und konnte somit dank ihres guten Auflösungsvermö 
gens und der Nahauflösung von 15 m ihrem Entwickiungszweck entsprechend als 
Flußradargerät eingesetzt werden. 
Für eine auf dem Fährschiff “Schulau" der Lühe-Schulau-Fähre G.m.b.H. 
eingebaute dänische Hadaranlage Terma-Pilot der Firma Terma A.S., Aarhus, 
konnte nach Durchführung einer Einsatzerprobung eine vorläufige Zulassung 
für den vorgesehenen Einsatzzweck erteilt vrerden. Die größere Anlage der 
gleichen Firma, die Type Terma IB, wurde vorläufig nur für den Einsatz auf 
fünf damit ausgerüsteten Schiffen freigegeben, nachdem auch für diese Anlage 
durch eine praktische Einsatzerprobung die wichtigsten Forderungen als er 
füllt angesehen werden konnten. ■ • 
Da die Typenzulassung der Ortungsfunkanlagen - mit Ausnahme der Peil- 
funkanlagen - federführend dem. D.H.I. übertragen werden soll, wurden die Tech 
nischen Vorschriften für Eadaranlagen für Seeschiffe und für Binnenschiffe 
mit dem FTZ und der Industrie abgestimmt; sie liegen nunmehr als Entwurf den 
zuständigen Stellen vor. 
Die nach der Funksicherheitsverordnung für die Zulassung vorgeschriebe 
nen Abnahme- und Nachprüfungen konnten wegen Personalumstellung bisher nur in 
beschränktem Umfang durchgeführt werden. Mit Beginn des Jahres 1958 sollen 
zunächst alle Neubauten erfaßt werden. 
b) Consol. Die nähere Untersuchung einiger Betriebsmerkmale an den Con 
sol-Funkfeuern hat ergeben, daß von der betrieblichen Seite her eine weitere 
Vereinheitlichung des Tastbildes notwendig ist und auch in der Praxis durch 
geführt werden kann. Dieses würde zu einer Verminderung des apparativen Auf 
wandes für den Zähler führen. Weitere Vereinfachungen des Zählers können 
durch Aufgabe des bisher angestrebten vollautomatischen Prinzips erreicht 
werden, wodurch sich nunmehr auch die Möglichkeit ergibt, den Consol-Zähler
	        
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