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Volltext : Jahresbericht 1957

Meereskunde  und  Erdmagnetismus

-  Seite  25  —

Die  Feuerschiffs-Beobachtungen  konnten  ebenso  wie  die  Oberflächenmessungen
  auf  der  Koute  Hamburg-Hull  dank  der  'Mitarbeit  von  Schiffsoffizieren  und
Besatzung  weitergeführt  werden.
Messungen  der  radioaktiven.  Beimengungen  im  Meerwasser  konnten  mangels
eines  geeigneten  Mitarbeiters  noch  nicht  aufgenommen  werden,  doch  wurden  einige ­
  theoretische  Untersuchungen  abgeschlossen,  die  geeignet  erscheinen,  Aushreitungs-
  und  Vermischungsvorgänge  im  Meere,  zu  beschreiben.
Die  Anforderungen  an  den  Eisdienst  waren  nicht  geringer  als  in  den  letzten
Jahren,  obgleich  der  Winter  1956/57  an  den  deutschen  Küsten  eisarm  war.  Er
lag  im  Bottenmeer  und  im  Finnischen  Meerbusen  jedoch  über  einem  normalen  Eiswinter. ­
  Die  Auflagezahl  der  Eisberichte  stieg  weiter  an.  Die  Anfragen  erstreckten ­
  sich  neuerdings  auch  auf  amerikanische  und  grönländische  Seegebiete.
Für  den  deutschen  Beitrag  an  den  ozeanographischen  Forschungsfahrten  im
IGJ  wurden  die  Problemstellungen  und  die  Meßprogramme  fixiert  sowie  die  Heisewege ­
  für  VFS  "Gauss"  und  FFS  "Anton  Dohrn"  festgelegt.
In  Zusammenarbeit  mit  dem  Geophysikalischen  Institut  der  Universität
Göttingen  und  dem  Erdmagnetischen  Observatorium  Fürstenfeldbruck  der  .Universität ­
  München  wurden  die  Registrierungen  des  erdmagnetischen  Feldvektors  auf
"fliegenden  Stationen"  im  nordwestdeutschen  Raum  fortgesetzt.  Es  soll  die  örtliche ­
  Verschiedenheit  der  "Erdströme"  bei  erdmagnetischen  "Bay-Störungen"  untersucht ­
  werden,  die  vermutlich  durch  verschieden  gute  Leitfähigkeit  der  oberen ­
  Erdschichten  gedeutet  werden  kann.
Die  Registrierungen  des  Observatoriums  Wingst  wurden  den  Sammelzentren
für  das  IGJ  zur  Verfügung  gestellt.
Wissenschaftler  der  Abteilung  nahmen  an  in-  und  ausländischen  Tagungen
teil  oder  hielten  sich  zu  Studienzwecken  im  Ausland  auf.  Zahlreiche  ausländische ­
  Wissenschaftler  unterrichteten  sich  über  die  Arbeit  der  Abteilung.
Im  Windstau-  und  Sturmflutwarndienst  beteiligten  sich  vier  Wissenschaftler ­
  der  Abteilung.
Das  Beobachtungsmaterial  wurde  weiterhin  in  Monographien,  Seehandbuchbeiträgen, ­
  Karten,  Auskünften,  Gutachten  und  Vorträgen  aufbereitet  und  den
interessierten  Kreisen  zur  Verfügung  gestellt.  Die  Sonderdrucksammlung  "Deutsches ­
  Hydrographisches  Institut,  Ozeanographie  1956"  wurde  wie  bisher  verteilt. ­


2.  Meßmethoden  und  Meßgeräte
Für  me  er  e  slnmdli  che  Untersuchungen  wurden  die  bewährten  Geräte  eingesetzt. ­
  Die  Erprobung  und  Berechnung  des  im  Jahresbericht  1956  kurz  beschriebenen ­
  Schleppgerätes  "Delphin"  wurde  abgeschlossen.  Es  ist  beabsichtigt,  das
Gerät  für  Sprungschicht-Untersuchungen  bei  den  kommenden  Forschungsfahrten  zu
verwenden.  Mit  Hilfe  der  Deutschen  Forschungsgemeinschaft  konnten  zwei  GEK-
            
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