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Ausschuß des Seeverkehrsbeirats f.d.Angel, des B.H.I,
III. DER AUSSCHUSS DES SEBVERKEHRSBEIRATS FÜR DIE
AEGEIlEGEHBEITEI BES B.H.I.
1. Veranstaltungen, Vorträge und Berichte
Der Ausschuß des Seeverkehrsbeirats für die Angelegenheiten des B.H.I.
trat am 10,4.1957 zu seiner 13. und am 15.10,1957 zu seiner 14. Sitzung zu
sammen. Beide Veranstaltungen wurden im Hause der Bundesverkehrsbehörden in
Hamburg abgehalten.
Auf der 13. Sitzung schnitt BR (ORR a.B.) Br. Jreiesieben in seinem Vor
trag "Vergleich der Fünkartungsverfahren.'' ein für die in der Praxis, stehenden
Nautiker sowie Reeder und Seefahrtschulen besonders aktuelles Thema an» Wegen
der sich überschneidenden Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Ortungs
verfahren stehen die beiden erstgenannten Kreise vor dem Problem der zweck
mäßigsten Ausrüstung der Schiffe in Bezug auf die Ortungsgenauigkeit, den
Schwierigkeitsgrad der Bedienung und Auswertung und der Frage des Kostenauf
wandes, während die Schulen dem am meisten gebrauchten Verfahren erhöhte Auf
merksamkeit schenken müssen. Obwohl der Vortragende speziell nur die Frage
der mit den einzelnen Verfahren erzielbaren Ortungsgenauigkeit behandelte,
kamen auch, die anderen Gesichtspunkte nicht zu kurz, die zusammen mit dem
erstgenannten vom Ausschuß für Funkortung der Gesellschaft zun Förderung des
Verkehrs zu einer alle Einzelheiten erfassenden Vergleichsübersicht zusammen
gestellt werden sollen. Der Ausschuß des Seeverkehrsbeirats für die Angele
genheiten des B.H.I. gab in Form einer Entschließung dem Wunsche Ausdruck,
daß im Entwurf zu dieser Übersicht das Fremdpeil-Verfahren gebührend berück
sichtigt werde. Ber Vortragende wurde gebeten, diese Entschließung an den
Funkortungs-Ausschuß weiterzuleiten. Bie Entschließung hat, wie auf der 14.
Sitzung mitgeteilt werden konnte, ein positives Ergebnis gezeitigt.
Die Erwähnung des für die Luftfahrt entwickelten ”Havarho"-Eunkortungs-
verfahrens, das zur Positionsbestimmung Funkazimut und Abstand benutzt, rief
unter den Mitgliedern des Ausschusses den Wunsch hervor, näher über dieses
Verfahren und über seinen eventuellen Einsatz in der Schiffahrt unterrich
tet zu werden.
Biesem Wunsch wurde auf der 14. Sitzung durch Vorträge der Herren RS
(ORR a.B.) Br. Freiesieben und ORR’ Br. Lange entsprochen. Während, die Be
stimmung des Funkazimuts sender- und-empfangsseitig als gelöst angesehen
werden kann, bestehen bei der Bestimmung des Abstands große Schwierigkeiten.
Ihre Ursache ist, daß die hierzu an Bord mitzuführenden Quarzuhren noch
nicht über längere Zeit die erforderliche Genauigkeit einhalten können.
In einem Vortrag über die 1956/57 vom B.H.I. auf See durchgeführter
Untersuchungen an' Funknavigätionsmitteln berichtete RR Br. Gresky ebenfalls
auf der'14. Sitzung. Aus der Fülle des vorgelegten Materials sind hervorzu
heben die. Typenerprobung neuer Ortungsgeräte, die Untersuchungen über Loran-