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Das D.E.I. im Jahre 1958
wurden ozeanographische, erdmagnetische und geologische Beiträge geliefert.
Die Vorbereitungen zum Aufbau eines Dienstes zur Überwachung der radioak
tiven Beimengungen im Meerwasser, mit denen das Deutsche Hydrographische
Institut beauftragt wurde, laufen an.
Die Gezeitentafeln wurden abermals erweitert: Band II des Jahrgangs 1959
enthält erstmalig wieder Angaben für den östlichen Indischen Ozean und für
Australien, er unterrichtet also nunmehr über die Gezeiten des gesamten
Atlantischen und Indischen Ozeans. Das entspricht einem wiederholt ausge
sprochenen Wunsch. Über den gegenwärtig erreichten Umfang hinauszugehen,
lassen jedoch die verfügbaren Mittel und Kräfte nicht zu.
Die während des letzten Jahrzehnts beim Deutschen Hydrographischen Insti
tut entwickelten neuen Methoden, die Gezeiten zu analysieren und vorauszu
berechnen, beginnen allmählich, auch im Ausland Aufmerksamkeit und Nachahmung
zu .finden.
Die Vielzahl der Punkortungssysteme für See- und Luftfahrt soll in den
Jahren 1959 und I960 durch internationale Besprechungen beschränkt und ver
einheitlicht werden. Fachleute des Ausschußes für Funkortung und der Nachrich
tentechnischen Gesellschaft arbeiteten eine eingehende Gegenüberstellung der
verschiedenen Verfahren aus. Dabei war ein Vertreter des Deutschen Hydro
graphischen Instituts ständig beteiligt.
Der Zeitdienst des Deutschen Hydrographischen Instituts stand unter der
Belastung der Internationalen Längen- und Breitenvermessung, die innerhalb
.des Internationalen Geophysikalischen Jahres durchgeführt wurde und 18 Monate
hindurch einen 24-stündigen Dienst erforderte. Ging es dabei vorwiegend um
wissenschaftliche Fragen, so bleibt doch zu vermerken, daß die Längen und
Breiten vieler Küsten noch nicht einmal mit der für nautische Zwecke erfor
derlichen Genauigkeit bekannt sind.
Astronomische Zeitbestimmungen wurden dabei außer mit dem neu erstellten
eigenen photographischen Zenitfemrohr auch mit einem 90 mm-Durchgangs-
Instrument angestellt, das die Hamburger Sternwarte auslieh, weil das 70 mm-
Durchgangs-Instrument des Deutschen Hydrographischen Instituts überholungs
bedürftig war. Die Beobachtungen mit dem Zenitfemrohr ergeben außer der
Zeit auch die wegen der Polschwankungen veränderliche Breite.
Präzisionszeitzeichen werden vom Deutschen Hydrographischen Institut,
nachdem weitere Sender einbezogen wurden, nunmehr im Sommer 24- und im Win
ter 26-mal täglich ausgestrahlt.
Auch im vergangenen Jahr wurden wieder mehr Schiffs-Chronometer als im
vorangegangenen Jahr geprüft. Die Schiffahrt machte von der Möglichkeit,
Schiffs-Chronometer zu mieten, wiederum regen Gebrauch.
Auf dem Gebiet der nautischen Technik wurde im-April 1958 mit der durch
die Funksicherheitsverordnung vorgeschriebenen navigatorischen Eignungs-