accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1958

Jahresbericht Nr.13/1958 
- Seite 52 - 
auf die hohe Beanspruchung der Kompasse durch die starken Vibrationen der 
modernen Motorschiffe. Die Abschirmung der Kompasse gegen schädliche Vibra 
tionen mittels Federn oder Gummi ist in den meisten Fällen nicht zweckent 
sprechend. Es wurde deshalb damit begonnen, mit Hilfe von Tastschwingungs 
schreibern die Vibrationen an den Kompaßständen und -kesseln aufzuzeichnen 
mit dem Ziel, Material zu gewinnen für die Entwicklung einer geeigneten 
Vibrationsabschirmung. 
Die Gründe der Zurückweisung der übrigen Kompasse waren vor allem nicht 
einwandfreie Magnetsysteme, beschädigte Hosenblätter, ungenügende kardani- 
sche Aufhängung, Verfärbung der Füllflüssigkeit und zu geringes magnetisches 
Moment. In Einzelfällen war die Betriebssicherheit der Kompasse durch er 
hebliche Zunahme der Viskosität der Füllflüssigkeit bei Kälte nicht mehr 
gewährleistet, Nachprüfungen verschiedener Kompaßtypen ergaben einen Aus 
fall der Kompasse bereits bei -15° bis -20° C. YYege zur Abstellung dieser 
Mängel sind in Zusammenarbeit mit den Kompaßherstellerfirmen eingeleitet. 
c) Prüfung der Barometer und Thermometer. 2177 Barometer und 295 Thermo 
meter wurden geprüft und attestiert, zurückgewiesen wurden 511 Barometer 
und 29 Thermometer. Von den mit Erfolg geprüften Aneroidbarometern erhiel 
ten 
3,7/» die 
Klasse 
I 
(Gang bis 
0.8, 
Stand 
bis 
0.4) 
34,6/ " 
II 
II 
( II II 
2.1, 
II 
II 
0.5) 
59,0/ " 
II 
III 
£ U II 
3.0, 
H 
II 
1.0) 
2,7/ " 
II 
IV 
( II II 
4.0, 
11 
II 
2.0) 
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist ein merkliches Nachlassen der 
Güte der Aneroidbarometer festzustellen. Erwogen wird, eine Verschärfung 
bezüglich der Ausrüstungspflicht neuer Schiffe mit Barometern mit minde 
stens der Güteklasse II vorzuschlagen. 
An Quecksilberbarometern wurden 55 Instrumente attestiert und 8 zurück 
gewiesen.' 
Für die Seeschiffahrt wurden 295 Thermometer geprüft und 29 zurückge 
wiesen. 
d) Prüfung der Winkelmefigeräte. Von den 914 attestierten Instrumenten 
hatten 
56,6 / Fehler unter 20" 
37,2 / Fehler von 20 - 90" 
6,2 / Fehler von 90 - 180" 
99 Instrumente mußten wegen größerer Fehler zurückgewiesen werden. Winkel 
meßgeräte können jetzt geprüft und attestiert werden bei den Dienststellen 
des DHI in Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Kiel. Die deutschen Winkelmeß 
geräte sind von gleichbleibender Güte.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.