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Full text: Jahresbericht 1958

Jahresbericht Nr.13/1958 
- Seite 48 - 
Eine Nachprüfung der an -verschiedenen Stellen eingesetzten Farbglasprüf 
geräte durch jeweilige Messung von 5 Mustergläsem verschiedener Farbe, 
deren Farbmaßzahlen spektralphotometrisch bestimmt worden waren, zeigte, 
daß die Geräte auch nach jahrelanger Betriebszeit ihre Meßgenauigkeit im 
allgemeinen gehalten haben. Wenn die Geräte nur zur Messung und Prüfung der 
in Positionslaternen zum Einsatz kommenden Farbgläser benutzt werden, emp 
fiehlt sich die Verwendung getrennter Eichkonstanten für die verschiedenen 
Farben. Dadurch lassen sich auch blaue Gläser.ohne zusätzliche Ausrüstung 
der Geräte mit einem 4-, Eilter messen. 
Für einige Außendienststellen des DHL wurde die Ausrüstung der Latemen- 
prüfräume mit objektiven Photometem vorbereitet. Zu diesem Zweck wurden 
Filter zur Anpassung der Selenphotoelemente an die Augenempfindlichkeit 
im eigenen Laboratorium angefertigt. Die für die verschiedenen Laternen 
erforderlichen Meßwerte wurden für die Farbtemperaturen 2000 Grad K und 
2360 Grad K festgelegt. 
c) Lote und Logge. Für die "Gauss"-Forschungsfahrten im Bahnen des IGJ 
wurde eine neüe Tiefsee-Lotanlage mit Schreibanzeige,erstellt, die mit 
einer von einem Böhrengenerator gelieferten Sehallfrequenz von. 12 kHz ar 
beitet. Das Hauptaugenmerk wurde auf die- Erhöhung der Meßgenauigkeit ge 
richtet,- die weitgehend von der Drehzahl und Drehzahlkonstanz des Antriebs 
motors für den Schreibgriffel- abhängt. Die dazu bereits im Vorjahre ver 
suchsweise eingesetzten Hilfseinrichtungen (Spannungskonstanthalter und 
Frequenzzeiger) wurden im Laboratorium mit Hilfe eines elektronischen - 
Zählgerätes unter Verwendung der DHI-Hormalfrequenzen eingehend geprüft. 
Während beider "Gaüss"-Fahrten von je etwa zwei Monaten Dauer hat das Ge 
rät ohne nennenswerte Ausfälle nahezu ununterbrochen gearbeitet und dabei 
alle angetroffenen Tiefen bis um 5000 m zuverlässig geschrieben. 
Auf der ersten Fahrt wurde gleichzeitig ein weiteres neuentwickeltes 
Schreibgerät erprobt. Bei diesem Gerät läuft der Schreibgriffel nicht 
kontinuierlich um, sondern springt nach Durchlaufen der Meßstrecke sofort 
auf Null zurück. Dadurch wird die Lotpause wesentlich verkürzt und die Lot 
folge kann um ein Mehrfaches erhöht werden. Außerdem, besteht die Möglich 
keit, dieses Gerät parallel zu einer vorhandenen Echolotanlage als Tochter 
schreiber zu betreiben,'so daß interessante Zwischenbereiche - wie Streu 
schichten, Fischschwärme u.dgl. - unabhängig von der Bodenanzeige in größe 
rem Maßstabe aufgezeichnet werden können. 
Versuche mit der Horizontallotanlage auf VS "Süderoog" ergaben, daß nach 
Einbau einer Nahbereichs-Einrichtung alle Peilöbjekte von einer Entfernung 
ab 20 m bis zum Ende des Meßbereichs auf dem Sichtrohr sicher angezeigt 
wurden. Das langnachleuchtende Sichtrohr erleichtert nicht nur die Ablesung 
der Entfernung auf der Skala, es erlaubt auch, Schlüsse auf die Art des 
Peilobjektes zu ziehen.
	        
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