Jahresbericht Nr.13/1958
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Für die Abteilung III die Berechnung von Loran-Hyperbeln für 3 Gebiete
des Nordatlantischen Ozeans, die anläßlich des Internationalen Geophysikalischen
Jahres vom Vermessungs- und Forschungsschiff "Gauss"
befahren wurden.
d) Windstau- und Sturmflutwarndienst. Der Dienst wurde wie bisher unter
wetterkundlicher Beratung durch den Deutschen Wetterdienst, Seewetteramt
Hamburg, und mit personeller Unterstützung seitens der Abteilung IV durchgeführt.
Die Vorhersagen der Hochwasserstände an der deutschen Nordseeküste,
bei Emden, Bremen und Hamburg wurden regelmäßig vom Nord- bzw. Westdeutschen
Rundfunk im Anschluß an die Nachrichtensendungen gegen 09.00 und 22.00 Uhr
verbreitet, "Sturmflutwarnungen" außerdem durch Posttelegramme (im Hamburger
Bereich fernmündlich) an einen festen Empfängerkreis, dem nunmehr 195 Behörden
und Firmen angehören. - Im Berichtsjahr wurden über den Rundfunk 32 telegraphische
und 1 984 telephonische "Sturmflutwarnungen" und "Warnungen an
die Schiffahrt" ausgegeben. Einige Ämter erhielten weiterhin telegraphische
Vorhersagen stärker erhöhter Niedrigwasser oder stärker erniedrigter Hochwasser.
Vom Juli bis September wurden außerdem täglich die Niedrigwasserstände
an der Schleswig-Holsteinischen Westküste als Hilfe für eine Luftbildvermessung
des Wattgebietes vorhergesagt, die von verschiedenen Dienststellen
des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt wurde. Der Auskunftsdienst
bei Sturmfluten hat sich stärker auf die Beratung auswärtiger Teilnehmer verlagert.
Im Ortsbereich wird der Dienst dadurch entlastet, daß der Fernsprechsonderdienst
Hamburg die Gezeitenvorausberechnungen und Warnungen unter der
Rufnummer 4163 bringt. Für die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste wurden
eine Warnung über den Rundfunk und 24 telegraphische Warnungen ausgegeben.
Mit den Warndiensten der Niederlande und Englands fand weiterhin ein
Austausch von Vorhersagen, Beobachtungen oder Erfahrungen statt.
2. Nautische Astronomie und Navigationsmethoden
Der Jahrgang 1959 des Nautischen Jahrbuchs erschien im Mai 1958. Die Druckvorlage
des Nautischen Jahrbuchs I960 wurde Mitte Dezember fertiggestellt.
Die Berechnungen für den Mond nahmen wegen der Umstellung der Unterlagen
der astronomischen Rechenbüros auf Inertialzeit mehr Zeit in Anspruch als
früher. Auch die Fixsternephemeriden lagen nicht in gleicher Form wie bis
1959 vor, so daß auch hier Umstellungen der Berechnungen nötig wurden. Für
Mondfinsternisse und Mondphasen wird mit Rücksicht auf diese Neuerungen die
Zeitangabe in Zukunft auf Ojl* 1 anstatt wie bisher auf 1 m erfolgen, was für
alle Bedürfnisse ausreicht und sicherstellt, daß keiij.e scheinbaren Unterschiede
gegen die in Ephemeridenzeit vorliegenden astronomischen Jahrbücher
auftreten.
Die sonstigen nautisch-astronomischen Berechnungen betrafen Auf- und
Untergänge von Sonne und Mond und einzelne Gestimspositionen für verschiedene
Interessenten, vor allem in Rechtsangelegenheiten. Zusammenstellungen
von Auf- und Untergängen für längere Zeiträume wurden außer für das See