Jahresbericht Nr.13/1958
7. Erdmagnetismus
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a) im Observatorium Wingst erfolgten die Terminbeobachtungen wie in den
Vorjahren. Eine Übersicht über die Variometersysteme, deren Registrierungen
im Internationalen Geophysikalischen Jahr verfügbar sind, ist im Jahresbe
richt Nr.' 12, 1957, 3. 30 gegeben worden.
Die Zusammenarbeit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre der
deutschen geophysikalischen Institute" und der "URSI" ist gemäß den Erfor
dernissen des IGJ fortgeführt worden. Das Observatorium Wingst erhielt vom
Fernmeldetechnischen Zentralamt der Bundespost täglich ein Telegramm, das
die Warnmeldungen der Weltzentrale Belvoir, USA nach besonderen Vorkommnis
sen auf der Sonne enthält. Während der "Speziellen V/eltintervalle" wird die
Registrierung der Hauptvariometer zusätzlich mit einem schnellen Papiervor
schub von 60 mm/h aufgezeichnet, so daß die wichtigsten magnetischen Groß
störungen zeitlich gut aufgelöst worden sind.
Die Registrierungen des Observatoriums Wingst werden den Sammelzentren
für das IGJ zur Verfügung gestellt. Das Dezernat ist in der Kommission für
ionosphärische Radioelektrizität der URSI und in vier Kommissionen der In
ternationalen Assoziation für Erdmagnetismus und Aeronomie vertreten.
Die Basiswerte des Observatoriums Wingst sind außer mit den deutschen
Stationen Niemegk und Fürstenfeldbruck auch mit den Stationen Dourbes
(Belgien), Rüde Skov (Dänemark) und Witteveen (Holland) verglichen.
Stationen. 1958 Instrumente/Beobachter
Wingst - Witteveen
Dourbes - Witteveen -
Wingst - Rude Skov
Niemegk - Wingst - Rude Skov
Wingst - Fürstenfeldbruck
Rude Skov - Witteveen - Wingst
April
Mai/Juni
'Juli
November
Dezember
QHM des Obs.Wingst, Voppel
QHM des Obs.Dourbes, Prof.
Lahaye, Dourbes
QHM der -IAGA, Prof.Fanselau
u. Dr.Wiese, Niemegk
QHM des Obs.Wingst, Voppel
QHM der IAGA, Observatorium
der drei Stationen
Diese Vergleiche mit Quarz-Horizontal-Magnetometern (QHM) werden vom
Committee 7 der "International Association of Geomagnetism and Aeronomy"
(IAGA) gefördert, um die Basiswerte der Stationen auf den "Internationalen
Magnetischen Standard" abzugleichen.
Die seit dem Jahre 1955 durchgeführten Basisvergleiohe mit den Observa
torien Rüde Skov, Niemegk, Fürstenfeldbruck und Wien - Koblenz über monat-'
lieh 10 Momentanwerte in ruhigen Nachtstunden wurden fortgesetzt. Seit 1958
ist auch Witteveen daran beteiligt. Um die Zuverlässigkeit dieser Vergleiche
weiter zu sichern, wurde im Berichtsjahr ein QHM des Observatoriums Wingst
sechsmal in regelmäßigen Zeitabständen von Wingst nach Niemegk und zurück
gegeben, so daß mit demselben Instrument abwechselnd in Wingst' und Niemegk
gemessen werden konnte. Die Ergebnisse dieser Vergleiche liegen noch nicht
vor.