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Volltext: Jahresbericht 1958

Meereskunde und Erdmagnetismus 
- Seite 27 - 
Mittel des Marschenbauamtes Husum zur Verfügung standen, wurde begonnen. 
Die Aufbereitung der Schaufelradbeobachtungen aus dem Jahre 1957 wurde ab 
geschlossen. Die Stromregistrierungen aus der südwestlichen Nordsee aus den 
Jahren 1951 bis.1955 wurden in der Reihe "Meereskundliche Beobachtungen und 
Ergebnisse" veröffentlicht. 
Die Feuer- und Handelsschiffe wurden weiterhin mit Meßgeräten ausgerü 
stet und die Ausführungen der Beobachtungen überwacht. ' 
Die Planung hydrographischer Arbeiten für weitere "Anton Dohrn"-Eahrten 
im Jahr 1959 sowie Vorarbeiten für eine internationale Untersuchung der 
Überströmung des Island-Päröer-Sückens, die für Juni I960 mit 8 Forschungs 
schiffen geplant ist, wurden weitergeführt. 
3. Physikalische Meereskunde und Meßgeräte 
Die während ’der Eorschungsfahrten ausgeführten physikalischen Untersu 
chungen wurden bereits erwähnt. Vorbereitung, Erprobung und Instandhaltung 
der auf’"Gauss" und "Anton Dohrn" eingesetzten Meßgeräte, insbesondere der 
GEK-Strommesser, des Schleppgerätes, der’ Deitfähigkeitsmeßapparaturen und 
der Temperatur- und Trübungsmeßgeräte nahmen den Hauptteil der Berichts 
zeit in Anspruch. 
Das Schleppgerät "Delphin" zur Registrierung der vertikalen Temperatur 
verteilung in der oberflächennahen Schicht vom fahrenden Schiff aus wurde 
während der Atlantik-Untersuchungen über eine Strecke von etwa 1500 sm ein 
gesetzt und hat zufriedenstellend gearbeitet. Bei voll laufendem Schiff und 
starken Temperaturänderungen ist die Hysteresis der Temperaturmeßeinrich 
tung noch zu groß. Verbesserungen sind in Arbeit. Die neu berechnete Steuer 
kurve hat sich bewährt. Es wurde eine maximale Tiefe von 95 m erreicht. 
Drei Registrierdruckwerke für Bifilarstrommessungen wurden in der Ver 
suchswerkstatt fertiggestellt. Das Strommeßgerät kann an einen Kreiselkom 
paß angeschlossen werden und druckt die wahre, auf geographisch Nord bezo 
gene Stromrichtung zusammen mit den Meßwerten für die Geschwindigkeit und 
die Zeit auf einen Registrierstreifen. Bei Schiffen ohne Kreiselkompaß kann 
der Schiffskurs von Hand nach dem Magnetkompaß eingestellt werden. Das Ge 
rät wurde erprobt und hat sich bewährt. 
Die Bearbeitung des umfangreichen Beobachtungsmaterials des IGJ wurde in 
Angriff genommen. Eine besondere Hilfe bedeutete es, daß Mr. 
(Woods Hole) sein Deitfähigkeitsmeßgerät, mit dem er während der Herbst 
fahrt auf "Anton Dohm" den Salzgehalt von über 3000 Wasserproben bestimmt 
hatte, dankenswerterweise auch für die Bearbeitung der auf der Herbstfahrt 
von "Gauss" gewonnenen 2800 Proben noch zur Verfügung stellte. Dadurch konn 
te erhebliche Zeit eingespart- werden. Ein Nachbau dieses Salinometers ist 
geplant und eingeleitet. 
Die in den letzten Jahren begonnenen und im Berichtsjahr veröffentlichten
	        
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