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Full text: Jahresbericht 1959

- Seite 47 - 
Nautische Technik 
Während der Werftliegezeit ah November 1959 wurde mit den üblichen 
Überholungen der U-Schall-Anlagen der Vermessungsfahrzeuge begonnen. Ins 
besondere ist bei den Wracksuchschiffen "Atair" und "Wega" die General 
reparatur der alten Horizontallotanlagen dringend erforderlich, bei denen 
einzelne Bauelemente durch Alterung unbrauchbar geworden sind. 
d) Verschiedenes. Zahlreiche Besucher erhielten teils einzeln, teils 
in Gruppen Informationen über die Einrichtungen und Arbeiten des Heferats, 
darunter Schüler von Fachschulen und Seefahrtschulen sowie Angehörige von 
Schiffsbesatzungen. Über die Handhabung und Wartung von Kreiselkompassen 
wurde eine Heihe mehrtägiger Informationskurse abgehalten. 
Für das Projekt einer von der Industrie zu erstellenden Gleichstrom- 
Kraftübertragung durch das Skagerrak mittels Einleiter-Hochspannungskabel 
wurde die Größe und der Verlauf der an der Wasseroberfläche zu erwartenden 
Kompaßablenkung für verschiedene Wassertiefen und Kabelabstände berechnet. 
Im Rahmen des Arbeitskreises "Magnetkompasse" in den Fachnormenaus 
schüssen "Schiffbau" und"Feinmechanik und Optik" wurden zu Normungsvor 
schlägen auf internationaler Basis Stellungnahmen und Ergänzungsvorschläge 
ausgearbeitet. * 
Ferner war das Referat beteiligt an Sitzungen des Arbeitskreises 
"Schaltzeichen für Funk- und Navigationsgeräte" im "Fachnormenausschuß 
Schiffbau". 
Für die bevorstehende Schiffssicherheitskonferenz in London I960 nahmen 
Angehörige des Referates an mehreren Sitzungen teil, in denen über deutsche 
Änderungsvorschläge zum Schiffssicherheitsvertrag bzw. zur Seestraßenordnung 
beraten wurde. Es ging dabei im wesentlichen um die Einbeziehung der nauti 
schen Geräte in den Schiffssicherheitsvertrag, ferner um die Festlegung 
eines in der Regel gültigen Durchlässigkeitsgrades der Atmosphäre und des 
Schwellenwertes der Augenempfindlichkeit, um in der Seestraßenordnung die 
bisher übliche Tragweitenforderung' an die Schiffspositionslaternen durch 
die Forderung exakt meßbarer lichtstarken zu ersetzen. Da aber die Angabe 
der lichtstarke allein dem Nautiker keine ausreichende Vorstellung vermit 
telt, sollten zusätzlich zur Tragweite die unter normalen Verhältnissen zu 
fordernden Lichtstärken der Lampen angegeben werden. 
Das Referat war ferner vertreten im Arbeitskreis "Forderungen an Luft 
schallsender" des Fachausschusses 6 "Akustik" im Ausschuß für Funkortung. 
Das Anliegen dieses Arbeitskreises besteht in der Erarbeitung definierter 
Forderungen an die Tragweite von LuftschallSignalen anstelle der bisherigen 
recht verschwommenen Forderungen, wie z.B. "kräftig tönende" Pfeife, 
"wirksames" Nebelhorn. Diese Forderungen sollten neben der Möglichkeit 
einer physikalisch einwandfreien Gerätekontrolle es auch dem Schiffsführer 
ermöglichen, die Tragweite seiner Signale unter gegebenen Wetterbedingungen 
abzuschätzen. In diesem Zusammenhang wurde vom Deutschen Hydrographischen
	        
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