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Full text: Jahresbericht 1959

Jahresbericht Nr.14/1959 
Seite 46 - 
b) Astronomische und optische Geräte. Nachdem sich bei der laufenden 
Prüfung von Schiffspositionslatemen herausgestellt hatte, daß die darin 
verwendeten elektrischen Glühlampen in vielen Fällen nicht die nach DIN 
49 841 geforderte Lichtstärke ergaben und schon nach kurzer Betriebszeit 
zum Teil fast vollkommen geschwärzte Glaskolben aufwiesen, wurden von 
allen Glühlampen-Herstellerfirmen je 5 Lampen sämtlicher Typen angefordert, 
um sie einer Dauerbelastung zu unterziehen. Aus den von fünf Firmen einge 
sandten Lampen von insgesamt 54 verschiedenen Serien zeigten die Lampen aus 
8 Serien von Anfang an zu geringe, aus 5 Serien zu hohe Lichtstärken. Die 
Farbtemperaturen lagen in allen Fällen unter dem vorgeschriebenen Höchstwert 
von 2250°K. Bei einer Dauerbelastung von 400 bis zu 700 Stunden, die bei 
etwa der Hälfte der Lampen unter gleichzeitiger mechanischer Vibration durch 
geführt wurde, ergab sich bei 20 der insgesamt 34 Serien kein merklicher 
Abfall der Lichtstärke und Farbtemperatur. Bei 3 Serien der Lampen einer 
Firma, die anfangs die vorgeschriebene Lichtstärke aufwiesen, bildete sich 
nach verhältnismäßig kurzer Betriebszeit (teilweise unter 50 Stunden) ein 
metallischer Niederschlag auf der Innenwand des Glaskolbens, der ein starkes 
Absinken der Lichtstärke verursachte. Die Lampen einer Serie brannten bereits 
nach einer Dauerbelastung von 100 Stunden durch. Auch die auf Grund der Be 
anstandung neu eingereichten Lampen dieser drei Serien zeigten die gleichen 
Fehler, so daß sie vorläufig von der Zulassung ausgeschlossen werden mußten. 
Nach den bei dieser Dauerprüfung gesammelten Erfahrungen sollen solche Muster 
prüfungen in Zeitabständen von etwa zwei Jahren wiederholt werden. 
o) Lote und Logge. Zu Anfang des Jahres wurden sämtliche Echolotanlagen 
der Vermessungsfahrzeuge überholt. Einige kleinere Störungen, die im Betrieb 
der Tiefsee-Echolotanlagen auf VFS "Gauss" während der Fahrten im Interna 
tionalen Geophysikalischen Jahr 1958 in Erscheinung getreten waren, sind 
beseitigt worden; verschiedene Geräte erhielten zweckmässigere Einbauplätze, 
die Verkabelung wurde entsprechend geändert und eine defekte 30 kHz-Schwin- 
gergruppe ausgetauscht; die Getriebesätze wurden verbessert und die Funk 
entstörung der Echolotanlagen durchgeführt. 
Für den Betrieb der Echolotanlagen der Beiboote von VS "Huden" und 
"Hooge" wurden Zerhackergeräte beschafft, deren Wirkungsgrad erheblich 
besser ist als der der mittels 12 Volt-Batterien betriebenen rotierenden 
Umformer. 
Während der Forschungsfahrt des VFS "Gauss" in die grönländischen Gewässer 
wurde ein neuer 30 kHz-Verstärkergenerator erprobt und die Reichweite der auf 
die 20 kHz-Schwingergruppe geschalteten Tiefsee-Echolotanlage untersucht. Die 
größte dabei überfahrene Tiefe von 3150 m wurde sicher registriert. 
Für die Horizontal- und Vertikallotanlagen neu geplanter Wracksuchschiffe 
(Ersatz für "Atair" und "Wega") wurden die erforderlichen schiffbaulichen 
Maßnahmen, die Einbauplätze und die Kabelverlegung festgelegt.
	        
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