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Full text: Jahresbericht 1959

Gezeiten, Nautische Astronomie, Zeitdienst, Rechenanlage 
- Seite 41 
Prag und Uccle sowie das Fernmeldetechnische Zentralamt der Deutschen 
Bundespost in Darmstadt, die Punkmesskontrollstellen der Deutschen Bundes 
post und zahlreiche deutsche Seefunkstellen durch Registrierung und Aufnahme 
der auf den verschiedenen Sendefrequenzen ausgestrahlten Zeitzeichen dan 
kenswerterweise unterstützten. Die Zusammenstellung der vom Institut täg 
lich abgegebenen Punkzeitsignale - durch Wegfall des Nachtsignals über 
Kiel-Radio DAO jetzt 23 im Winter und 25 im Sommer - hat damit hinsichtlich 
der Sendefrequenzen erhebliche Änderungen erfahren. Interessenten stehen 
auf Anfordem die SignalSchemata sowie die jeweils neuesten Zusammenstel 
lungen der Sender, Sendezeiten und Wellenlängen zur Verfügung. 
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit, insbesondere der vom Institut nachts 
abgegebenen Zeitsignale wurde ein Umschal-tfeld entwickelt und gebaut, das 
bei Störungen der elektronischen Kontaktgeber sowohl den Zeitpunkt der Stö 
rung festhält als auch automatisch auf die mechanischen Kontaktgeber um 
schaltet und damit Signalausfälle verhindert. 
Die wöchentlich einmalige Ausstrahlung der Frequenzen von 440 Hz und 
1000 Hz durch den Norddeutschen Rundfunk wurde eingestellt, weil diese Fre 
quenzen seit Jahresbeginn täglich durch den Sender Mainflingen DCF77 1 zur 
Verfügung stehen. Dagegen hat sich in der Abgabe von 1000 Hz für Meß- und 
Prüfzwecke an den Norddeutschen Rundfunk, mehrere Dienststellen der Deutschen 
Bundespost und an die Instrumentenabteilung Nord des Deutschen Wetterdienstes 
nichts geändert. 
Die Steuerung der Hauptuhr der Bundesbahndirektion Hamburg, von der 
sämtliche Bundesbahnuhren abhängen, verlief, ebenso wie die Steuerung der 
zentralen Uhrenanlage der Hamburger Hochbahn, des Nord- und Westdeutschen 
Rundfunkverbandes, Abt. Fernsehen, und der Hauptuhr einer Hamburger Herstel 
lerfirma für Schiffs-Chronometer ohne nennenswerte Störungen. 
Die Anzahl der aufgenommenen in- und ausländischen Funkzeitzeichen lag 
bei etwa 60 je Tag. Der Austausch dieser an die eigenen astronomischen 
Zeitbestimmungen angeschlossenen Zeitsignalaufnahmen verblieb mit ca. 125 
Interessenten im Rahmen des vorjährigen Austausches. 
Dank der für Erprobungszwecke im Zeitdienst vorübergehend aufgestellten 
neuartigen Normalzeitanlage (s.o.) war es möglich, die Aufnahmegenauigkeit 
für fast sämtliche Zeitsignale durch Benutzung des in diese Anlage einge 
bauten Zeitzeichen-Oszillographen zu steigern. 
Zu dem vorhandenen zählenden Frequenz- und Zeitmesser wurde ein Vorsatz 
gerät entwickelt und gebaut, das dessen Benutzung als Dezimal-Counter er 
möglicht und bei Zeitvergleichen automatisch Zehnermittel zu bilden gestat 
tet . 
d) Zeitmesserprüfdienst. Die mehrfach aufgetretenen Schwierigkeiten, 
die Temperatur in .dem 4°C-Prüfabteil konstant zu halten, wurden dadurch
	        
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