Gezeiten, nautische Astronomie, Zeitdienst, Kechenanlage
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Die Auswertung der am. photographischen Zenitfernrohr gewonnenen Beobachtungen
wurde durch weitere Hilfstafeln vereinfacht. Eine zusätzliche und
sehr wesentliche' Erleichterung wurde gegen Ende des Berichtsjahres dadurch
erreicht, daß das Heferat TO die Reduktion der Plattenausmessungen übernahm.
Wie in den Torjahren wurden für die bei der Hamburger Sternwarte am
Meridiankreis beobachteten Programmsterne des photographischen Zenitfemrohrs
die Reduktionen vom scheinbaren Ort zur Beobachtungsepoche auf den
mittleren Ort 1950.0 berechnet.
Für die Jahre 1961 bis 1970 wurden die mittleren Örter aller Programmsteme
für das photographische Zenitfernrohr berechnet. Für das Referat TO
wurden die zur Berechnung der Stemgrößen benötigten Unterlagen zusammengestellt.
Für die 16 seit Jahresbeginn neu in das Beobachtungsprogramm aufgenommenen
Sterne wurden aus den eigenen Beobachtungen verbesserte Örter abgeleitet.
Sämtliche Beobachtungen des Berichtsjahres wurden, soweit diese
zusätzlichen Sterne beteiligt waren, neu reduziert, um für weitere Bearbeitungen
der Örter und Eigenbewegungen homogene Unterlagen zu schaffen.
Eine Anzahl von Messungen und Untersuchungen sowie die Erprobung verschiedener
. Methoden in der Behandlung und Ausmessung der am photographischen
Zenitfernrohr gewonnenen Platten hatten zum Ziel, festzustellen, welche
Möglichkeiten bestehen, die - bislang im ganzen gesehen nicht voll befriedigende
- innere Genauigkeit der Beobachtungen zu steigern. Die Versuche
sind noch nicht abgeschlossen.
Ein weiteres Verfahren zur Bestimmung der inneren Fehler des Stern-Kataloges
für das photographische Zenitfernrohr wurde an den während des
Internationalen Geophysikalischen Jahres durchgeführten Beobachtungen
erprobt. Die Methode liefert, geringfügig modifiziert, auch eventuell
auftretende Abend- und Morgenverbesserungen in Zeit und Breite. Bin großer
Peil der hierfür notwendigen umfangreichen Rechenarbeiten wurde vom Referat
TO geleistet.
Die während des Internationalen Geophysikalischen Jahres durchgeführten
Messungen und Beobachtungen wurden, soweit dies noch nicht geschehen war,
reduziert, zusammengestellt und an die zentralen Bearbeitungsstellen in
Moskau, Paris und Washington weitergeleitet.
Das Institut für Angewandte Geodäsie, Frankfurt/Main, führte im Rahmen
seiner Programmarbeiten wiedertim astronomische Dangen- und Breitenbestimmungen
in Hamburg durch. Zur Erleichterung des Anschlusses wurde hierfür der
Pfeiler des Durchgangs-Instrumentes zur Verfügung gestellt.
b) Zeitbewahrung. Die während des Berichtsjahres im Zeitdienst eingesetzten
9 Quarzuhren zeigten nach der 1958 erfolgten Überholung durch die