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Volltext : Jahresbericht 1959

Gezeiten,  nautische  Astronomie,  Zeitdienst,  Kechenanlage

-  Seite  39  -

Die  Auswertung  der  am.  photographischen  Zenitfernrohr  gewonnenen  Beobachtungen ­
  wurde  durch  weitere  Hilfstafeln  vereinfacht.  Eine  zusätzliche  und
sehr  wesentliche'  Erleichterung  wurde  gegen  Ende  des  Berichtsjahres  dadurch
erreicht,  daß  das  Heferat  TO  die  Reduktion  der  Plattenausmessungen  übernahm. ­

Wie  in  den  Torjahren  wurden  für  die  bei  der  Hamburger  Sternwarte  am
Meridiankreis  beobachteten  Programmsterne  des  photographischen  Zenitfemrohrs
  die  Reduktionen  vom  scheinbaren  Ort  zur  Beobachtungsepoche  auf  den
mittleren  Ort  1950.0  berechnet.
Für  die  Jahre  1961  bis  1970  wurden  die  mittleren  Örter  aller  Programmsteme
  für  das  photographische  Zenitfernrohr  berechnet.  Für  das  Referat  TO
wurden  die  zur  Berechnung  der  Stemgrößen  benötigten  Unterlagen  zusammengestellt. ­

Für  die  16  seit  Jahresbeginn  neu  in  das  Beobachtungsprogramm  aufgenommenen
  Sterne  wurden  aus  den  eigenen  Beobachtungen  verbesserte  Örter  abgeleitet. ­
  Sämtliche  Beobachtungen  des  Berichtsjahres  wurden,  soweit  diese
zusätzlichen  Sterne  beteiligt  waren,  neu  reduziert,  um  für  weitere  Bearbeitungen ­
  der  Örter  und  Eigenbewegungen  homogene  Unterlagen  zu  schaffen.
Eine  Anzahl  von  Messungen  und  Untersuchungen  sowie  die  Erprobung  verschiedener ­
  .  Methoden  in  der  Behandlung  und  Ausmessung  der  am  photographischen
Zenitfernrohr  gewonnenen  Platten  hatten  zum  Ziel,  festzustellen,  welche
Möglichkeiten  bestehen,  die  -  bislang  im  ganzen  gesehen  nicht  voll  befriedigende ­
  -  innere  Genauigkeit  der  Beobachtungen  zu  steigern.  Die  Versuche
sind  noch  nicht  abgeschlossen.
Ein  weiteres  Verfahren  zur  Bestimmung  der  inneren  Fehler  des  Stern-Kataloges
  für  das  photographische  Zenitfernrohr  wurde  an  den  während  des
Internationalen  Geophysikalischen  Jahres  durchgeführten  Beobachtungen
erprobt.  Die  Methode  liefert,  geringfügig  modifiziert,  auch  eventuell
auftretende  Abend-  und  Morgenverbesserungen  in  Zeit  und  Breite.  Bin  großer
Peil  der  hierfür  notwendigen  umfangreichen  Rechenarbeiten  wurde  vom  Referat
TO  geleistet.
Die  während  des  Internationalen  Geophysikalischen  Jahres  durchgeführten
Messungen  und  Beobachtungen  wurden,  soweit  dies  noch  nicht  geschehen  war,
reduziert,  zusammengestellt  und  an  die  zentralen  Bearbeitungsstellen  in
Moskau,  Paris  und  Washington  weitergeleitet.
Das  Institut  für  Angewandte  Geodäsie,  Frankfurt/Main,  führte  im  Rahmen
seiner  Programmarbeiten  wiedertim  astronomische  Dangen-  und  Breitenbestimmungen ­
  in  Hamburg  durch.  Zur  Erleichterung  des  Anschlusses  wurde  hierfür  der
Pfeiler  des  Durchgangs-Instrumentes  zur  Verfügung  gestellt.
b)  Zeitbewahrung.  Die  während  des  Berichtsjahres  im  Zeitdienst  eingesetzten ­
  9  Quarzuhren  zeigten  nach  der  1958  erfolgten  Überholung  durch  die
            
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