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Jahresbericht Kr.14/1959
Helgoland eingesetzt, die vorweigend der Erprobung von Radar-Reflektoren
und Seenotsendem dienten. Hierbei wurden 1 383 km abgelaufen.
Die beiden VWS "Atair" und "Wega" stellten im näheren Küstenbereich und
auf den Zwangswegen der Nord- und Ostsee 10 neue Wrackpositionen (8 in der
Nordsee, 2 in der Ostsee) fest, überprüften in der Nordsee 53 und in der
Ostsee 4 bereits bekannte Wracke auf Lage, geringste Wassertiefe und Zu
stand und untersuchten 18 Positionen, auf denen Wracke vermutet wurden.
Außerdem wurden in der Nordsee 55 qkm und in der Ostsee 17 qkm systema
tisch nach Unterwasserhindernissen abgesucht. VWS "Atair" mußte einmal,
VWS "Wega" zweimal zu einem Sondereinsatz außerhalb der Vermessungsperio
de auslaufen. Beide Fahrzeuge fuhren zusammen oa. 17 020 km.
3. Nautische Geodäsie
Nach Beendigung der im Dezember 1958 begonnenen Berechnung von Decca-
Hyperbeln der deutschen und der dänischen Kette zur Schiffsortbestimmung
auf einer vierwöchigen Fahrt des VFS "Gauss" in der Nordsee wurden die
Loran-Hyperbeln der Senderpaare 111, 1L3, 1L5 und 1L6 in das geographische
Netz der Arbeitskarte für die vorgesehene Vermessung des südostgrönländi-
schen Schelfs eingerechnet, um auch etwa vorhandene Möglichkeiten von
Loran-Ortungen ausnutzen zu können.
An weiteren Rechenarbeiten wurden ausgeführt: die Neuberechnung der
Azimute der Peilstrahlen des Consolfunkfeuers Stavanger; die Einrechnung
der Peilstrahlen der Consolfunkfeuer Bushmills und Stavanger in die neu
geplante D. 251, die einen anderen Blattschnitt, und Maßstab haben soll als
bisher; die Einrechnung der roten Decca-Hyperbeln der deutschen Kette in
die neue Decca-Karte D. 244 "Hoek van Holland bis Texel"; die Berechnung
der deutschen Deoca-Koordinaten und der Hyperbel-Streifenbreiten der
Decca-Beobachtungsstation Münster (für die Bundesanstalt für Flugsicherung)
sowie die Berechnung von Funkstrahl-Azimuten für Untersuchungen der Abtei
lung VI.
Die im Vorjahr angefangenen Genauigkeitsuntersuchungen über die Schiffs
ortbestimmung mit Doppelwinkelmessungen und mit dem Deoca-Verfahren wurden,
soweitdie übrigen Arbeiten es zuliessen, fortgesetzt.